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	<title>Laufszene Thüringen &#187; Portraits</title>
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	<description>Nachrichten und Reportagen von Läufern für Läufer</description>
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		<title>Astrid Hartenstein: Eine Deutsche Meisterin mit Kampfgeist</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Jan 2012 21:19:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian Seyfarth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Portraits]]></category>
		<category><![CDATA[1500 Meter]]></category>
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		<category><![CDATA[800 Meter]]></category>
		<category><![CDATA[Astrid Hartenstein]]></category>
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		<category><![CDATA[Rennsteiglauf]]></category>
		<category><![CDATA[Studenten-WM]]></category>

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		<description><![CDATA[Sie ist eine der besten Läuferinnen landesweit und auch auf deutscher Ebene immer präsent. Beim diesjährigen Silvesterlauf in Gera feierte Sie mittlerweile ihren sechsten Sieg und gewann sogar dreimal in Folge. Bei vielen Läufen ist Sie immer vorn dabei und gern gesehen. Astrid kommt ursprünglich aus Weida und absolviert derzeit ein Sportstudium in Jena. Wenn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sie ist eine der besten Läuferinnen landesweit und auch auf deutscher Ebene immer präsent. Beim diesjährigen Silvesterlauf in Gera feierte Sie mittlerweile ihren sechsten Sieg und gewann sogar dreimal in Folge. Bei vielen Läufen ist Sie immer vorn dabei und gern gesehen.<span id="more-8769"></span></p>
<p><div id="attachment_8775" class="wp-caption alignright" style="width: 183px"><a href="http://www.laufszene-thueringen.de/wp-content/uploads/Hartenstein_2.jpg"><img src="http://www.laufszene-thueringen.de/wp-content/uploads/Hartenstein_2-173x260.jpg" alt="" title="Astrid Hartenstein" width="173" height="260" class="size-medium wp-image-8775" /></a><p class="wp-caption-text">Astrid Hartenstein beim Silvesterlauf in Gera</p></div> Astrid kommt ursprünglich aus Weida und absolviert derzeit ein Sportstudium in Jena. Wenn die Zeit es erlaubt, geht es regelmäßig nach Gera, wo Sie in der Laufgruppe von Trainerurgestein und Altmeister Herrn Unterdörfer beim 1. SV Gera trainiert. Die Kaderschmiede hat ja nun schon einige namenhafte Athleten hervorgebracht u.a. Matthias Tischmann, Melanie Schulz, Remo Reichel oder Doreen Klose...um nur ein paar zu nennen. Wir kennen Astrid als wirklich herzlich, aufgeschlossene Person, die gerne anderen hilft und immer ein offenes Ohr für Probleme anderer hat. Auch ist Sie sich für den ein oder anderen Tipp sich nicht zu schade.</p>
<p>Die Stadt Gera und auch der 1. SV können stolz auf ihren „Vorzeigeschützling“ sein und wir wünschen Ihr für die Zukunft alles erdenklich Gute. Ich führte mit ihr für Laufszene-Thueringen.de das folgende Interview:</p>
<p><em>Sebastian: Hallo Astrid. Erstmal möchte ich dir danken, dass du Zeit für dieses Gespräch gefunden hast. Aber nun zu meinen Fragen.<br />
</em><br />
<strong>Wie bist du eigentlich zum Laufen gekommen und wann fandest du den Weg zum<br />
1. SV Gera?</strong></p>
<p><em>Astrid:</em> Bevor ich mit dem Laufen begonnen habe, war ich bereits sportlich aktiv. Ein- bis zweimal in der Woche besuchte ich das Ballett-, später das Paartanztraining unter der Leitung von Frau Grimmer und Herrn Ronneberger beim TK Brillant. Viel Freude bereitete mir ebenso die Leichtathletik in der Schule sowie die Schul-AG Leichtathletik bei meinem Sportlehrer Herrn Sterner.<br />
Etwas überraschend gewann ich 1999 den Wanderpokal beim Schulcrosslauf. Das weckte in mir den Ehrgeiz, den Pokal beim kommenden Crosslauf zu verteidigen. So begleitete ich von da an meinem Vati immer öfter beim Laufen durch den Wald. Nach einigen Monaten Training nahmen wir uns im Jahr 2001 die Teilnahme am Rennsteiglauf vor und absolvierten etwas längere Läufe.  Wir schlossen uns der Aktion „MDR läuft“ in Kooperation mit dem Laufladen an. Der MDR informierte über das Event: „Rennsteiglauf“ und der Laufladen stellte Läufer, die verschiedene Leistungsgruppen am Veranstaltungstag begleiteten. Unter 2 Stunden für die Halbmarathonstrecke, das war mein Ziel.</p>
<p align="center"><em>„Das weckte in mir den Ehrgeiz“</em></p>
<p>Mit vielen schönen bleibenden Erinnerungen kam ich nach 1:50 h gemeinsam mit der „MDR läuft“-Gruppe an. Bei diesem ersten großen Wettkampf erreichte ich mit Platz 7 in der WJB ein Superergebnis.<br />
Als mein Vati und ich hörten, dass wenige Monate später in Gera ein 15 km Lauf (Elstertallauf) zum ersten Mal stattfinden sollte, haben wir uns sofort angemeldet. Nachdem ich als 2. Frau die Ziellinie überschritt, sprach mich Herr Marx an und empfahl mir, mich einem Verein anzuschließen.  Daraufhin meldete ich mich beim 1.SV Gera an und kam über die Leichtathletikgruppe von Herrn Kuschicke, der die Grundlagen der Leichtathletik vermittelte, zur Laufgruppe von Herrn Unterdörfer.</p>
<p><strong>Was waren deine bisher größten Erfolge und woher nimmst du deine Disziplin?</strong></p>
<p><em>Astrid:</em> Zu meinen größten Erfolgen zählen der Deutsche Meistertitel von 2006 in der WJA über 3000 m und die vorderen Platzierungen bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften,  Platz 3 im Crosslauf 2010, Platz 3 über 1500 m 2011 sowie der Titel beim Crosslauf 2011 im Einzel- wie auch in der Mannschaft. Dass diszipliniertes Arbeiten zum Erfolg führt, habe ich von meinen Eltern gelernt, aber auch sehr früh durch das Balletttraining erfahren. Mit vier Jahren habe ich angefangen zu tanzen und bin letztendlich 12 Jahr beim TK Brillant aktiv gewesen. Die Unterstützung durch meine sportbegeisterten Eltern hat da ebenso ihren Teil beigetragen.</p>
<p align="center"><em>„Für die Freiluftsaison lautet das Ziel wieder Deutsche Meisterschaft“</em></p>
<p>Anfangs wurde ich in der Leichtathletik durch die leistungsmäßig stark besetzte Trainingsgruppe um Bianca Schmidt, Alexandra Meier, Marika Lätsch, Tina Sonac und Anika Scharon motiviert .  Aber auch die Freude an der Bewegung, die Konkurrenz und das Streben nach Bestleistungen treiben mich immer weiter voran.</p>
<p><strong>Wie schaffst du es Beruf/Studium und Leistungssport unter einen Hut zu bekommen?</strong></p>
<p><em>Astrid:</em> Beides zu verbinden, ist nicht immer einfach. Jedoch kann man beim Studium die Zeit individueller gestalten. Zum Großteil muss sich das Training aber doch der freien Zeit zwischen den Veranstaltungen anpassen. Den ein oder anderen Praxiskurs konnte ich auch als Trainingseinheit eintakten, andere passten weniger in den Trainings- oder Wettkampfplan. Ab und zu fällt eine Trainingseinheit dem Lernen, einer Hausarbeit oder dem Üben für den Schwimm- oder Turnkurs zum Opfer. Solange die Kerntrainingseinheiten jedoch ihren Platz finden, funktioniert es auch mit Kompromissen. Man darf eben beide Ziele nicht aus den Augen verlieren, die Doppelbelastung gab es aber auch schon, als ich noch zur Schule ging. </p>
<p align="center"><em>„Dass diszipliniertes Arbeiten zum Erfolg führt, habe ich von meinen Eltern gelernt“</em></p>
<p>Jena ist zudem ein gutes Pflaster für Läufer, hier findet man gute Trainingsbedingungen vor. Neben Läufen auf der Bahn, im flachen Parkgelände oder im anspruchsvollen, teils bergigem Umland lassen sich viele abwechslungsreiche Lauf- und auch Radeinheiten absolvieren. Unter den Jenaer Studenten gibt es außerdem viele Läufer, so habe ich neben meinen Geraer auch einige ehrgeizige Trainingspartner in Jena gefunden, mit denen ich laufen kann, wenn es zeitlich nicht für die Fahrt nach Gera reicht.  </p>
<p><strong>Was sind deine Ziele für dieses Jahr und was hast du dir noch vorgenommen?<br />
</strong><br />
<em>Astrid:</em> Der Schwerpunkt des Jahres 2012 liegt im ersten Halbjahr auf der DM Cross in Ohrdruf. Mit einer Toptenplatzierung könnte ich eventuell in der Mannschaft für die Studenten-WM in Lodz dabei sein, für die ich mich bereits bei der DHM Cross 2011 empfohlen habe. </p>
<p align="center"><em>„&#8230;die Konkurrenz und das Streben nach Bestleistungen treiben mich immer weiter voran.“</em></p>
<p>Es gilt nun aber die Leistung noch einmal unter den besten Deutschen zu bestätigen und abzuwarten, wer sich noch für die Mannschaft meldet. Für die Freiluftsaison lautet das Ziel wieder Deutsche Meisterschaft in Bochum und ein paar neue Bestzeiten über 1500 m (4:28 min, 2011) und 5000 m (17:33 min, 2006).</p>
<p><em>Sebastian: Ich bedanke mich bei dir Astrid für das Interview und wünsche dir maximale Erfolge bei deinen nächsten Wettkämpfen, bis bald beim Training.</em></p>
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		<title>Hans-Günter Müller: „Wetten, ich gewinne den Rennsteiglauf!“</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Dec 2011 06:43:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steffen Meyer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Portraits]]></category>
		<category><![CDATA[features]]></category>
		<category><![CDATA[Hans-Günter Müller]]></category>
		<category><![CDATA[Rennsteiglauf]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine der erfolgreichsten Thüringer Läuferlegenden ist Hans-Günter Müller aus Bedheim. Der für den Rennsteiglaufverein startende 58-jährige ist heute Lehrer für Physik am Gymnasium Georgianum Hildburghausen. 1967 kam er mit 14 Jahren zur Leichtathletik. Schon bald zeigte sich, dass sein größtes Talent im Mittel- und Langstreckenlauf lag. Folgerichtig war es nur eine Frage der Zeit, bis [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine der erfolgreichsten Thüringer Läuferlegenden ist Hans-Günter Müller aus Bedheim. Der für den Rennsteiglaufverein startende 58-jährige ist heute Lehrer für Physik am Gymnasium Georgianum Hildburghausen. 1967 kam er mit 14 Jahren zur Leichtathletik. Schon bald zeigte sich, dass sein größtes Talent im Mittel- und Langstreckenlauf lag. Folgerichtig war es nur eine Frage der Zeit, bis er eine leistungssportliche Laufbahn beim ASK Potsdam einschlug.<span id="more-8624"></span></p>
<p>Die Umstellung auf die hohen Trainingsbelastungen gestaltete sich schwierig. Immer wieder warfen Verletzungen den ehrgeizigen Läufer in seinem Trainingsaufbau zurück. Zur damaligen Zeit hatten die Verantwortlichen nur wenig Geduld mit Athleten, die nicht in kürzester Zeit den Anschluss an die nationale und internationale Spitze schafften. Und so endeten bereits nach zweieinhalb Jahren die leistungssportlichen Ambitionen des damals 20-jährigen. „Ein 4. Platz bei den DDR-Juniorenmeisterschaften 1972 über 35 Kilometer war der einzig zählbare Erfolg in jener Zeit. Die Art und Weise, wie ich damals meine leistungssportliche Laufbahn beenden musste, hatte mir weh getan“ erinnert er sich rückblickend.</p>
<p>Während des folgenden Lehrerstudiums schloss sich Hans-Günter in Erfurt der Leichtathletikgruppe seiner Hochschule an. Mit freudbetontem Training erzielte er hier neue Bestleistungen über 400 und 800 Meter und wurde in 1:57,8 Minuten Studentenmeister über 800 Meter.</p>
<p>Mittlerweile an der polytechnischen Oberschule in Bedheim als Lehrer tätig, hörte er 1981 von einer Kollegin erstmals vom Rennsteiglauf. „Mein Ehrgeiz war geweckt und ich ließ mich auf die Wette ein, nicht nur 1982 mitzulaufen, sondern 1983 gar gewinnen zu wollen. Dabei wusste die Kollegin, die ihren Mann und mich im Mai 1982 zum Start nach Neuhaus brachte, nichts von meiner leistungssportlichen Vergangenheit. Als ich in Schmiedefeld als Sieger ankam, musste ich noch lange auf meine Wechselsachen warten. Sie hatte mit einer Laufzeit zwischen vier und fünf Stunden gerechnet und war noch längst nicht am Ziel“ weiß er von damals zu berichten.</p>
<p><div id="attachment_8626" class="wp-caption alignright" style="width: 182px"><a href="http://www.laufszene-thueringen.de/wp-content/uploads/11_hgm_2.jpg"><img src="http://www.laufszene-thueringen.de/wp-content/uploads/11_hgm_2-172x260.jpg" alt="" title="HGM - RSL Zieleinlauf" width="172" height="260" class="size-medium wp-image-8626" /></a><p class="wp-caption-text">Zieleinlauf beim diesjährigen Rennsteiglauf</p></div> Im folgenden Jahr konnte Hans-Günter den Sieg beim Rennsteig-Marathon noch einmal wiederholen. Heute blickt er auf insgesamt 14 Teilnahmen am Rennsteiglauf zurück (elfmal Marathon, zweimal Halbmarathon, einmal Supermarathon). „Das ist vergleichsweise wenig“ betont er, „mir ist es aber wichtig, nur optimal vorbereitet an den Start zu gehen. Wenn man verletzt ist, sollte man einen Marathon nicht laufen“. Die Plätze zwei (1984) und drei (1988) im Marathon sowie Platz zwei 1993 im Halbmarathon vervollständigen seine Bilanz am Rennsteig.</p>
<p>Dass er in jener Zeit in der national Spitze des Landes mitlaufen konnte, belegen seine Medaillen bei DDR-Meisterschaften 1986 im Crosslauf sowie 1988 im 25 Kilometer Straßenlauf. „Die Ergebnisse zeigten, wozu ich fähig gewesen wäre und waren deshalb auch eine späte Genugtuung für mich“ fügt er hinzu. Seine Bestzeiten stehen heute für 10.000 Meter bei 30:15 Minuten (1973), Halbmarathon  bei 1:10:07 Stunden (1990) und Marathon bei 2:32 Stunden (1986).</p>
<p>In den Jahren nach der politischen Wende schloss sich der bodenständige Pädagoge den Läufern der SG Rödental an. Gemeinsam wurden sie viermal Deutscher Senioren-Mannschaftsmeister (AK40) im Cross- und Berglauf. 1998 feierte er seinen größten nationalen Erfolg bei den Senioren (AK45) mit dem Vizemeistertitel im Halbmarathon in sehr schnellen 1:10:32 Stunden.</p>
<p>2003 konnte er bei der Senioren-EM in 34:48 Minuten den Vizeeuropameistertitel im 10 Kilometer Straßenlauf der Altersklasse 50 erringen. Übrigens just hinter jenem Klaus Goldammer aus Berlin, der 1984 verhindert hatte, dass Hans-Günter Müller nach seinen Rennsteiglaufsiegen 1982 und 1983 zum dritten Mal auf dem Treppchen ganz oben stand.</p>
<p>Heute, da er schon längst nicht mehr mit den Schnellsten mithalten kann, ist der alte Ehrgeiz geblieben. „Ich versuche immer an meine derzeitige Leistungsgrenze zu gehen. Gelingt es mir, bin ich zufrieden. Ein wenig kann ich schon stolz darauf sein, dass ich so lange konstant leistungsfähig geblieben bin“ sagt er zu seinen sportlichen Zielen, „und dabei sollte man auch immer auf seine Gesundheit achten. Gemeinsam mit den anderen Läufern der LG Süd stehen beim Training Spaß und Freude am Laufen im Vordergrund“. </p>
<p>Mit Gleichaltrigen will er sich aber weiterhin im Wettkampf messen, am liebsten bei Landschafts- oder Bergläufen. Nachdem er vor zwei Jahren bereits bei der Senioren-Berglauf-WM einen zweiten Platz mit der Mannschaft erreichte, gewann er in diesem Jahr in der Teamwertung die Bronzemedaille. Den Rennsteig-Marathon finishte er im Mai als Altersklassensieger der M55 in 3:14:06 Stunden, was im Gesamtergebnis einen tollen 30. Platz bedeutete.</p>
<p><div id="attachment_8627" class="wp-caption alignleft" style="width: 270px"><a href="http://www.laufszene-thueringen.de/wp-content/uploads/11_hgm_3.jpg"><img src="http://www.laufszene-thueringen.de/wp-content/uploads/11_hgm_3-260x195.jpg" alt="" title="HGM" width="260" height="195" class="size-medium wp-image-8627" /></a><p class="wp-caption-text">Schlüsselübergabe für das Elektro-Testauto</p></div> Aber Hans-Günter nimmt nicht nur sportliche Herausforderungen an. Seit vielen Jahren beschäftigt er sich intensiv mit erneuerbaren Energien und versucht, auch seine Schüler und Mitmenschen dafür zu begeistern. Die Solaranlage auf dem Eigenheimdach ist für ihn schon selbstverständlich, besonders die Möglichkeiten der Photovoltaik interessieren ihn. Gerne hält er zu diesem Thema Vorträge, betreut Seminarfacharbeiten und beschäftigt sich mit seinen Schülern auch außerhalb des Unterrichts mit Anwendungen auf diesem Gebiet. Nach erfolgreicher Bewerbung ist er seit September bei E.ON Thüringer Energie Testfahrer eines Mitsubishi i-MiEV Elektroautos. Dieses betankt er natürlich mit „grünem“ Strom aus der eigenen Solaranlage…</p>
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		<title>Klaus-Peter Justus: „Ich würde alles nochmal genauso machen“</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Aug 2011 19:00:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian Harz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Portraits]]></category>
		<category><![CDATA[1500 Meter]]></category>
		<category><![CDATA[Europameister]]></category>
		<category><![CDATA[features]]></category>
		<category><![CDATA[Klaus-Peter Justus]]></category>
		<category><![CDATA[Triathlon]]></category>

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		<description><![CDATA[Insgesamt zehn DDR-Meistertitel konnte der für den SC Motor Jena startende 1500 Meter Spezialist Klaus-Peter Justus zwischen 1970 und 1976 erlaufen. Die größten sportlichen Erfolge des Thüringers, der vor Kurzem seinen 60. Geburtstag feiern konnte, stellen jedoch die Teilnahme an den olympischen Spielen 1972 und der Gewinn des Europameistertitels über 1500 Meter 1974 in Rom [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Insgesamt zehn DDR-Meistertitel konnte der für den SC Motor Jena startende 1500 Meter Spezialist Klaus-Peter Justus zwischen 1970 und 1976 erlaufen. Die größten sportlichen Erfolge des Thüringers, der vor Kurzem seinen 60. Geburtstag feiern konnte, stellen jedoch die Teilnahme an den olympischen Spielen 1972 und der Gewinn des Europameistertitels über 1500 Meter 1974 in Rom dar.<span id="more-8006"></span></p>
<p><strong>Olympia 1972 als emotionaler Karrierehöhepunkt</strong></p>
<p><a href="http://www.laufszene-thueringen.de/wp-content/uploads/CIMG4123.jpg"><img src="http://www.laufszene-thueringen.de/wp-content/uploads/CIMG4123-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" class="alignleft size-thumbnail wp-image-8010" /></a>  Erste internationale Erfahrung sammelte der Mittelstreckler 1970 bei zwei Länderkämpfen in der Halle und im Freien gegen Großbritannien. In London konnte er dabei über seine Spezialstrecke den damaligen 5000 Meter Europameister Ian Stewart (Großbritannien) bezwingen. Im gleichen Jahr sicherte er sich zudem den Junioreneuropameistertitel in Paris. Beflügelt durch diese Ergebnisse wurde gezielt an der weiteren Karriere gearbeitet, deren nächster Höhepunkt die Olympiateilnahme 1972 werden sollte. Mit seiner Halbfinalteilnahme in München verbindet er noch immer eine seiner schönsten sportlichen Erinnerungen.</p>
<p>„Rückblickend war dies der emotionale Höhepunkt meiner Laufbahn. Bei Olympia am Start zu stehen war immer mein Ziel.“</p>
<p>Seinen sportlich wertvollsten Erfolg holte er dann 1974, als er sich in Rom mit 3:40,55 Minuten den Europameistertitel sicherte. Dass er dabei stärker eingeschätzte Läufer, wie den Dänen Tom Hansen und Thomas Wessinghage hinter sich lassen konnte, führte Klaus-Peter Justus auch auf seine Spurtstärke zurück, die ihm so manchen Sieg einbrachte.</p>
<p><strong>Nichtnominierung gibt Ausschlag für Karriereende</strong></p>
<p>In den Folgejahren wurde im Training vermehrt Wert auf höhere Umfänge gelegt. Teilweise wurden bis zu 220 Kilometer in der Woche zurückgelegt. Damit sollte eine stabile Grundlage für den geplanten Umstieg auf die 5000 Meter bereitet werden. Das Talent über die längeren Strecken äußerte sich dabei unter anderem in seiner Bestzeit von 44:59 Minuten über 15 Kilometer. Im Vorfeld der olympischen Spiele 1980, konnte er dann mit 13:35 Minuten eine persönliche Bestzeit aufstellen, die ihn in eine aussichtsreiche Position für eine Nominierung nach Moskau brachte.</p>
<p>„Dass ich dann letztendlich nicht mit nach Moskau genommen wurde, war wohl der ausschlaggebende Grund für mich, meine Karriere zu beenden. Zu diesem Zeitpunkt war es mir dann auch wichtig, mich um Familie und Studium zu kümmern.“</p>
<p>Das Studium an der DHFK Leipzig (Außenstelle Erfurt) beendete Justus mit dem Abschluss als Diplomtrainer. Erste Trainerstationen waren dann in den 80er Jahren der Sprintnachwuchs im eigenen Verein. In den Folgejahren übernahm er dann das Nachwuchstraining im Laufbereich. 1990 folgte die Anstellung als Lehrer für Sporttheorie am Sportgymnasium in Jena. </p>
<p><strong>Triathlon als neue Leidenschaft</strong></p>
<p><div id="attachment_8008" class="wp-caption aligncenter" style="width: 571px"><a href="http://www.laufszene-thueringen.de/portraits/2011/klaus-peter-justus-%e2%80%9eich-wurde-alles-nochmal-genauso-machen%e2%80%9c/attachment/cimg4121" rel="attachment wp-att-8008"><img src="http://www.laufszene-thueringen.de/wp-content/uploads/CIMG4121-561x491.jpg" alt="" width="561" height="491" class="size-large wp-image-8008" /></a><p class="wp-caption-text">Klaus-Peter Justus mit seiner Trainingsgruppe in Jena</p></div><br />
Seit nunmehr zwölf Jahren ist der Triathlon das neue Steckenpferd von Klaus-Peter Justus, der sich immer noch durch regelmäßiges Lauftraining fit hält. Durch sein Engagement als Nachwuchstrainer in Jena versucht er dabei weiterhin Kindern und Jugendlichen die Liebe am Sport näher zu bringen.</p>
<p>„Ich habe für mich eine neue Herausforderung als Trainer gesucht. Außerdem wollten wir damals am Sportgymnasium in Jena den Triathlonsport etablieren.“</p>
<p>Als Trainer führte er unter anderem seinen Sohn Steffen Justus zunächst als Läufer und später auch als Triathlet zu sportlichen Erfolgen.<br />
Einen wesentlichen Unterschied zu seiner aktiven Zeit sieht er heute darin, dass man als Trainer vor 40 Jahren auf eine deutlich größere Breite an Athleten zugreifen konnte.</p>
<p>„Sowohl emotional als auch politisch hat der Sport heute einen ganz anderen Stellenwert als damals. Wir waren einfach mehr Leute, die sich dem Leistungssport verschrieben haben. Es war eine schöne Zeit für mich und rückblickend würde ich alles nochmal genauso machen.“</p>
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		<title>Eintausendster Lauf für Waldemar Pidde: Ein Portrait von Laufszene Thüringen</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Jun 2011 20:20:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André Fischer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Portraits]]></category>
		<category><![CDATA[features]]></category>
		<category><![CDATA[Waldemar Pidde]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Sonntag fand beim Hainichlauf ein Ereignis statt, welches sich wohl so schnell nicht wiederholen wird. Waldemar Pidde, Thüringer Läufer-Urgestein und wohl fast jedem Laufsportler hierzulande bekannt, absolvierte seinen 1000. dokumentierten Wettkampf. Ein Grund für Laufszene Thüringen, den 1934 geborenen Waltershäuser einmal genauer vorzustellen. Als erstes stellt sich natürlich die Frage, wieso unser Sportfreund überhaupt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Sonntag fand beim Hainichlauf ein Ereignis statt, welches sich wohl so schnell nicht wiederholen wird. Waldemar Pidde, Thüringer Läufer-Urgestein und wohl fast jedem Laufsportler hierzulande bekannt, absolvierte seinen 1000. dokumentierten Wettkampf. Ein Grund für Laufszene Thüringen, den 1934 geborenen Waltershäuser einmal genauer vorzustellen.<span id="more-7878"></span></p>
<p><div id="attachment_7881" class="wp-caption alignleft" style="width: 219px"><a href="http://www.laufszene-thueringen.de/wp-content/uploads/pidde2.jpg"><img src="http://www.laufszene-thueringen.de/wp-content/uploads/pidde2-209x260.jpg" alt="Waldemar Pidde bei seiner Ehrung" width="209" height="260" class="size-medium wp-image-7881" /></a><p class="wp-caption-text">Waldemar Pidde bei seiner Ehrung</p></div>Als erstes stellt sich natürlich die Frage, wieso unser Sportfreund überhaupt weiß, dass er nun genau 1000 Wettkämpfe zu Buche stehen hat. Nun, die Antwort ist leicht: „ zu Buche stehen“ ist hier wörtlich gemeint: Waldemar schreibt immer alles genau auf und kann in seinem gut gefüllten Laufbüchlein nach kurzer Suche jedes Ergebnis zu jedem Lauf liefern. Dazu hat der Statistikfreund noch viel mehr interessante Zahlen ausgerechnet, z.B. an welchen Orten er wieviel Wettkampf-Kilometer zurückgelegt hat. So kommt er in Erfurt beispielsweise bei 124 Läufen auf 1302,472 km. „Die 472 Meter kommen von den Stundenläufen“, berichtet er stolz. Zu der Gesamtzahl zählen natürlich auch alle 37 Erfurter Silvesterläufe! Ebenso hat er unter anderem alle Wartburgläufe, alle Ohratalsperrenläufe in Luisenthal und natürlich alle Hainichläufe bestritten. „Der letzte Hainichlauf ist natürlich noch nicht eingetragen, ich bin ja noch nicht wieder zu Hause!“, meint Waldemar.</p>
<p>Natürlich hat Waldemar auch von einigen kuriosen Erlebnissen seit seiner 1974 begonnenen Laufkarriere zu berichten. Zum Beispiel hat er 1998 seinen Urlaub aufgegeben, um am 18. Mai am Freiheitslauf zum 150. Jahrestag der ersten Deutschen Nationalversammlung teilzunehmen, da dieser Lauf nur alle 50 Jahre stattfindet.</p>
<p>Auch von seinen Erlebnissen beim Rennsteig-Supermarathon, der damals noch 75 km lang war, berichtet er gern. Beispielsweise, wie er nach viel entbehrungsreichen Training 1980 die 7:30 Stunden-Marke knacken wollte und sich nach 7:02 trotzdem ärgerte, dass er nicht unter 7 Stunden bleiben konnte. Oder wie er auf den Ratschlag hörte, das Bier der Verpflegungsstelle zu trinken, was dazu führte, dass kurz danach „die Straße plötzlich weg war“.</p>
<p>Seinen unbändigen Willen zu laufen hat er ja nicht nur in den letzten Jahren bewiesen, in denen er sich immer näher an den 1000. Lauf herangetastet hat (z.B. mit insgesamt 20 Wettkämpfen im Jahr 2010), sondern auch in früheren Jahren war er für einige verrückte Aktionen gut. So konnte er eines Tages aufgrund einer entzündeten Blase am Fuß keine Laufschuhe anziehen. Aber keine Schuhe anziehen zu können heißt bei Waldemar natürlich noch nicht, dass er nicht laufen kann: So startete er beim Stundenlauf in Erfurt ohne Schuhe, nur in Socken. Die Tartanbahn sorgte aber schon nach einer Runde dafür, dass die Socken schnell verloren gingen, und so lief er 15144 Meter in einer Stunde barfuß&#8230;</p>
<p>Besonders bewegt war Waldemar nicht nur heute, wo er vom Veranstalter natürlich eigens geehrt wurde und standesgemäß mit der Startnummer 1000 ins Rennen ging. Auch als sein Freund und Namensvetter „Waldi“ Cierpinski ihn neben vielen internationalen Größen des Sports zum Jubiläum seiner Firma nach Halle eingeladen hat, und dort der Journalist beim Interview nicht mitgeschrieben hat, sondern eine tolle Karikatur von Ihm angefertigt hat, die er natürlich in Ehren hält, war er sehr gerührt.</p>
<p>Abschließend soll allen, die unseren Sportfreund vielleicht noch nicht kennen oder genauer kennenlernen möchten, gesagt sein, dass Waldemar die Laufschuhe nicht an den Nagel hängt. Schon nächstes Wochenende startet er erneut in Niedertreba. Wahrscheinlich kann er dort dann seine Bilanz von 463 Altersklassen-Siegen noch weiter verbessern. Und gerne spricht der umgängliche Waltershäuser auch über seine Erlebnisse, davon konnte ich mich selbst überzeugen. Und in seinem Büchlein sind ja auch noch ein paar Seiten frei&#8230; </p>
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		<title>Phillip Willaschek: &#8222;Ich will mal ein großes Ding gewinnen&#8220;</title>
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		<pubDate>Sat, 15 Jan 2011 18:15:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick Letsch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Portraits]]></category>
		<category><![CDATA[features]]></category>
		<category><![CDATA[Phillip Willaschek]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit August 2010 mischt ein neues Gesicht in der Thüringer Laufszene mit: Phillip Willaschek. Spätestens durch sein starkes Abschneiden beim Silvesterlauf in Erfurt hat der Neuthüringer auf sich aufmerksam gemacht. Dort belegte er Platz 3 über die lange Strecke in 31:51 Minuten. Im Gespräch mit Laufszene-Autor Patrick Letsch verrät er, wie er vom Volleyball zum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit August 2010 mischt ein neues Gesicht in der Thüringer Laufszene mit: Phillip Willaschek. Spätestens durch sein starkes Abschneiden beim Silvesterlauf in Erfurt hat der Neuthüringer auf sich aufmerksam gemacht. Dort belegte er Platz 3 über die lange Strecke in 31:51 Minuten. Im Gespräch mit Laufszene-Autor Patrick Letsch verrät er, wie er vom Volleyball zum Laufsport kam und wer ihn als &#8222;ungeschliffenen Diamant&#8220; bezeichnet.<span id="more-6944"></span></p>
<p>Ich nehme Platz auf der eleganten, schwarzen Couch des Gastgebers. Noch bevor ich mein Glas auf dem edlen Glastisch abstellen kann befindet sich ein schnell herbeigeholter Untersetzer darunter. Während Phillip elektronische Musik für die Untermalung unseres Treffens auswählt, offenbart er mir, dass er gar nicht so recht wisse, was er über sich erzählen soll.</p>
<div id="attachment_6947" class="wp-caption aligncenter" style="width: 571px"><a href="http://www.laufszene-thueringen.de/wp-content/uploads/phillip_willaschek.jpg"><img src="http://www.laufszene-thueringen.de/wp-content/uploads/phillip_willaschek-561x228.jpg" alt="" title="Beim Erfurter Silvesterlauf 2010 lief Phillip Willaschek auf Rang 3" width="561" height="228" class="size-large wp-image-6947" /></a><p class="wp-caption-text">Beim Erfurter Silvesterlauf 2010 lief Phillip Willaschek auf Rang 3</p></div>
<p>In schnell aufeinanderfolgenden Sätzen und zwischen dem Verzehr der zuvor gekauften Pizza erzählt er, dass er am 9. Juni 1984 in Berlin-Mitte das Licht der Welt erblickte. Kurze Zeit später verschlug es die Familie nach Bestensee rund 35 Kilometer südlich von Berlin. Angespornt von seinem sportlichen, großen Vater (1,94 m) landete Phillip mit 10 Jahren bei der Wohnsportgemeinschaft 1981 Königs Wusterhausen (WSG 81). Dort sammelte er erste Erfahrungen mit der allgemeinen Leichtathletik. Das Interesse hielt jedoch nicht allzu lang an.</p>
<p>Im Alter von 13 bis 18 Jahren war er fester Bestandteil der Volleyballer &#8222;Netzhoppers Königs Wusterhausen e.V.&#8220; &#8211; eine Mannschaft, die seit 2006 in der ersten Herrenvolleyball-Bundesliga spielt. Bei seinem belebenden Rückblick auf die Volleyballzeit merke ich, wie nah der gebürtige Hautstädter diesem Sport noch immer emotional verbunden ist &#8211; und dass die zahlreichen, schönen Mannschaftserlebnisse für ihn unvergessen bleiben werden. Seine Sprungkraft damals konnte sich sehen lassen, sagt er. Gelaufen wurde in dieser Zeit gar nicht.</p>
<p>Nach dem Schulabschluss 2001 lockte ein großer schwedischer Möbelkonzern ins Berufsleben. Mit dem Abschluss der Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel nutzte der zielorientierte junge Mann die flache Hierarchie des Konzerns, zeigte Mobilität, um sich nach Zwischenstationen in Berlin, München und Freiburg im April diesen Jahres in Erfurt als Teamleiter des Kundenservices einer neuen Aufgabe zu stellen. Ein weiterer Läufer also, der den Spagat zwischen Laufsport und Beruf Tag für Tag beherzt in Angriff nimmt. &#8222;Viele meiner Mitarbeiterinnen sind durch die Zeitung über meine Laufergebnisse vom Wochenende bestens informiert und schneiden schon mal den ein oder anderen Artikel aus&#8220;, sagt er.</p>
<div id="attachment_6557" class="wp-caption aligncenter" style="width: 571px"><a href="http://www.laufszene-thueringen.de/wp-content/uploads/kernberglauf_2010_feature.jpg"><img src="http://www.laufszene-thueringen.de/wp-content/uploads/kernberglauf_2010_feature-561x229.jpg" alt="" title="Phillip Willaschek siegte bei seiner Kernberglauf-Premiere über 27 Kilometer" width="561" height="229" class="size-large wp-image-6557" /></a><p class="wp-caption-text">Phillip Willaschek siegte bei seiner Kernberglauf-Premiere über 27 Kilometer</p></div>
<p>Erst 2007, als sich sein bester Freund für den Berliner 25-Kilometer-Lauf &#8222;Big 25&#8243; angemeldet hatte, kribbelte es bei ihm wieder in den Beinen. &#8222;Phille&#8220; wusste zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass dieser Lauf mit Start vor und Ziel im Berliner Olympiastadion einmal zu seinem Lieblingslauf avancieren würde. Ohne Lauftraining absolvierte er die 25 Kilometer in 1:54 Stunden und passierte die Halbmarathon-Marke in 1:24 Stunden.</p>
<p>Gleich im Jahr drauf (2008) steigerte sich Phillip an selber Stelle auf 1:32 Stunden und belegte Platz 20 in der Gesamtwertung. Der Triathlet David Hinze &#8211; Sieger der Olympischen Distanz beim Berlin Triathlon 2010 &#8211; kreuzte Phillips Wege in Freiburg und weckte in ihm wieder mehr Hunger auf das Laufen. Nach kurzem gemeinsamen Training gelang 2009 eine neue Bestzeit beim Big 25 – 1:30:48 Stunden.</p>
<h4>&#8222;Jetzt muss ich richtig trainieren&#8220;</h4>
<p>Einigermaßen erholt nach einer Nabelbruch-Operation im März 2010 stand Phillip bei seinem Heimatlauf, dem Bestenseer Seenlauf, am 27. Juni 2010 an der Startlinie. Nach Siegen über die 16-Kilometer-Distanz im Jahr 2007 und 2008 (2009 ausgefallen) hatte er den dritten Sieg fest im Blick. Es wurde &#8222;nur&#8220; Platz 2 &#8211; das war  ausschlaggebend, so richtig in den Laufsport zu einzusteigen. Sein Vorsatz: &#8222;Jetzt muss ich richtig trainieren.&#8220;</p>
<p>Mit der neuen Motivation im Gepäck absolvierte er im Erfurter Stadion allein einige Tempoläufe nach Vorgaben eines Buches. Dabei kam er mit Sören Schulz (Laufteam Erfurt) ins Gespräch. &#8222;Ein großes Dankeschön an Sören, dass er mich in meiner sportlichen Orientierungsphase in Erfurt so nett unterstützt hat&#8220;, sagt er betont und erwähnt dabei auch, dass er den netten und respektvollen Umgang der Läufer in der Landeshauptstadt schätzt. Sören nahm Phillip kurzerhand mit zum ersten Wettkampf auf Thüringer Boden. Beim Pleßlauf belegte der &#8222;Neue&#8220; auf Anhieb Platz 1 über die 30 Kilometer.</p>
<h4>&#8222;Über Pokale freue ich mich besonders&#8220;</h4>
<p>&#8222;Eigentlich bin ich im Jahr immer nur zwei Wettkämpfe gelaufen, den Big 25 und meinen Heimatlauf&#8220;, sagt er, geht zum weißen Wohnzimmerschrank und holt einen gut geführten Ordner heraus. Überhaupt wirkt die Wohnung und das Leben von Phillip durchgeplant und strukturiert. Der Ordner enthält alle Urkunden, darunter auch die jüngsten Erfolge bei Thüringer Volksläufen (Königseer Stadtwaldlauf &#8211; 20 km, Mommelsteinlauf &#8211; 16 km, Zweitalsperrenlauf &#8211; 16 km, Saale-Rennsteig-Marathon &#8211; 25 km).</p>
<p>Stolz zeigt er die Urkunden, ohne diese überzubewerten. Dabei verrät er, dass vielleicht sein später Einstieg in die Laufszene die Ursache für seine große Motivation und die geplante Teilnahme an zahlreichen Landschaftsläufen in diesem Jahr ist. </p>
<p>&#8222;Über Pokale freue ich mich besonders&#8220;, sagt er. Die Trophäen, für die andere Läufer einen Karton im Keller bereithalten, motivierten den Heißsporn zu Bestleistungen – irgendwie sympathisch. Beim Kernberglauf 2010 erlief sich Phillip den Sieg über die 27 Kilometer und kam mit Lauftrainer Dieter Hermann in Kontakt. </p>
<h4>&#8222;Wie ein ungeschliffener Diamant&#8220;</h4>
<p>Nach einer der ersten Trainingseinheiten mit der neuen Trainingsgruppe äußerte Christian Biele, befragt vom Autor nach dem sportlichen Einstand des neuen Trainingskollegen: &#8222;Der Phillip kommt mir vor wie ein ungeschliffener Diamant.&#8220;</p>
<p>Beim Laufclub des markanten Trainers scheint Phillip nun seine sportliche Heimat gefunden zu haben. Regelmäßig trainiert er mit den ambitionierten Läufern, darunter seine Vorbilder Christian Biele, Christian Seiler und Arne Leipziger, um seinem Ziel &#8222;Ich will mal ein großes Ding gewinnen&#8220; näher zu kommen.</p>
<p>Auf seine Auftritte in diesem Jahr, vor allem beim Rennsteiglauf-Halbmarathon und dem Big 25 in Berlin dürfen wir gespannt sein.</p>
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		<title>Christian König: &#8222;Es wäre ein Traum, für Deutschland zu starten&#8220;</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Dec 2010 19:17:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexander Fritsch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Portraits]]></category>
		<category><![CDATA[Christian König]]></category>
		<category><![CDATA[features]]></category>

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		<description><![CDATA[Beim Berlin-Marathon lief er 30 Kilometer lang an der Seite des schnellsten Deutschen. Immer wieder tauchte Christian König im Fernsehbild auf, doch die Kommentatoren erwähnten ihn mit keiner Silbe. Der 23-Jährige erreichte als zweitschnellster Deutscher das Ziel hinterm Brandenburger Tor &#8211; bei seinem erst vierten Marathon. Im Gespräch mit laufszene-thueringen.de verrät der Aufsteiger des Jahres, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Beim Berlin-Marathon lief er 30 Kilometer lang an der Seite des schnellsten Deutschen. Immer wieder tauchte Christian König im Fernsehbild auf, doch die Kommentatoren erwähnten ihn mit keiner Silbe. Der 23-Jährige erreichte als zweitschnellster Deutscher das Ziel hinterm Brandenburger Tor &#8211; bei seinem erst vierten Marathon. Im Gespräch mit laufszene-thueringen.de verrät der Aufsteiger des Jahres, wie er in drei Jahren zum schnellsten Marathonläufer Thüringens wurde und wo er seine sportliche Zukunft sieht.<span id="more-6794"></span></p>
<p>&#8222;Nachdem Christian König schon einige Spitzenergebnisse in diesem Jahr erreicht hat, sollten doch nun die nationalen Förderzentren hellhörig werden&#8220;, schrieb unser Autor Jörg Kurch im Sommer 2009. Eine gewagte Aussage, schließlich hatte Christian König nur einige kleine Volksläufe gewonnen. Doch unser Reporter behielt recht: anderthalb Jahre später gehört Christian König zu den besten Marathonläufern Deutschlands.</p>
<div id="attachment_6810" class="wp-caption aligncenter" style="width: 571px"><a href="http://www.laufszene-thueringen.de/wp-content/uploads/christian_koenig.jpg"><img src="http://www.laufszene-thueringen.de/wp-content/uploads/christian_koenig-561x228.jpg" alt="" title="Christian König" width="561" height="228" class="size-large wp-image-6810" /></a><p class="wp-caption-text">Christian König bei der LM Crosslauf 2009</p></div>
<p>Mit seiner Zeit von 2:22:31 Stunden liegt er auf Rang 5 der nationalen Marathon-Bestenliste des Jahres 2010. In den vergangenen 10 Jahren war nur ein Deutscher in so einem jungen Alter schon schneller &#8211; der mehrmalige Deutsche Meister Stefan Koch, der heute eine Bestzeit von 2:15 Stunden vorweisen kann.</p>
<h4>„Ohne Risiko geht es im Marathon nicht“</h4>
<p>Mit seinem starken Auftritt in Berlin hat Christian König viele überrascht. Nur sich selbst nicht, denn eine Zeit von 2:20 Stunden hatte er sich fest vorgenommen &#8211; wohlwissend, dass es schwer werden würde. „Mein Respekt vor Berlin war riesengroß. Ich wusste nicht, was bei dem hohen Tempo mit meinem Körper passieren würde“, beschreibt er seine Zweifel im Vorfeld. „Aber dann habe ich mir gesagt: ohne Risiko geht es im Marathon nicht.“</p>
<p>Im Frühjahr hatte es dabei gar nicht nach einer hervorragenden Saison ausgesehen. Zu Jahresbeginn hatte er sich dem Laufclub Erfurt angeschlossen. Nach guten Rennen in der Halle kam er im Freien aber einfach nicht in Schwung. Bei der DM Halbmarathon in Bad Liebenzell blieb er bei besten Bedingungen drei Minuten über seiner Bestzeit. Drei Wochen später brach er beim Rennsteiglauf-Marathon völlig ein. Dort lief er zur Halbzeit in der Spitzengruppe mit, fiel am Ende aber bis auf Rang 13 zurück.</p>
<p>„Ich hab versucht das Frühjahr schnell abzuhaken“, kommentiert er die verkorksten Wettkämpfe. Sein neuer Trainer Dieter Hermann hatte das Training umgestellt. „Vor allem an die schnelleren Dauerläufe musste sich mein Körper erst gewöhnen“, sagt König. Das Wintertraining war nicht auf den Marathon ausgerichtet, im Training lief er nie weiter als 20 Kilometer.</p>
<p>Im Sommer veränderte er das Training, konzentrierte sich ausschließlich auf den Berlin-Marathon und bestritt kaum Wettkämpfe. Auch nahm er selbst Dauerläufe über 35 Kilometer in seinen Trainingsplan auf. „Ich habe gemerkt habe, dass mein Körper die langen Läufe braucht.“</p>
<h4>Mit fünf Marathons in die nationale Spitze</h4>
<p>Sein Einstieg in den Laufsport begann mit einem guten Vorsatz zu Silvester 2006. Er entschloss sich, den Berlin-Marathon zu laufen. Erst sieben Wochen vorher begann er mit der Vorbereitung, steigerte das Training auf bis zu 80 Kilometer pro Woche und schaffte seinen ersten Marathon in erstaunlichen 3:13:52 Stunden. Die Stimmung auf den Berliner Straßen begeisterte ihn. Ihm war klar: 2008 laufe ich hier wieder. Doch er stellte die Laufschuhe vorerst wieder in die Ecke, spielte lieber Fußball. </p>
<p>Auch für den zweiten Marathon begnügte er sich mit zwei Monaten Training. Dennoch lief er schneller – viel schneller: Nach 2:46 Stunden hatte er die Ziellinie hinterm Brandenburger Tor überquert und einen Kreisrekord für die Region Nordhausen aufgestellt. Einige Monate später trat er dem VfL Ellrich bei, begann im Frühjahr 2009 regelmäßig zu trainieren. Bei den Volksläufen in der Region lief er schnell an der Spitze mit. Zum dritten Mal bestritt er den Berlin-Marathon und verbesserte seinen Kreisrekord auf 2:29:52 Stunden, nun aber mit 170-180 Trainingskilometern pro Woche in den Beinen.</p>
<h4>Laufen vor dem Frühstück und nach Schulschluss</h4>
<p>Auch wenn er seinem Training mit dem Ehrgeiz eines Leistungssportlers nachgeht – der 1,71 Meter große und 62 Kilogramm schwere Athlet ist alles andere als ein Profi. Der 23-Jährige sitzt Montag bis Freitag von 7:45 bis 14:30 Uhr auf der Schulbank, hat damit nahezu eine 35-Stunden-Woche. Der gelernte Konstruktionsmechaniker holt das Abitur nach und will ab 2011 studieren. Bei zwei Dauerläufen am Tag bedeutet das: früh aufstehen. Um 5:30 Uhr sammelt er die ersten lockeren Laufkilometer, bevor am Nachmittag die Kerneinheit folgt. Auch in finanzieller Hinsicht bleibt er ein Amateur. Ein einziger Sponsor aus seiner Heimat unterstützt ihn, von seinem Sport leben kann er nicht.</p>
<p>Sein Training hält Christian König nicht unter Verschluss. In der Vorbereitung auf den Berlin-Marathon lief er bis zu 200 Kilometer pro Woche. Lockere Dauerläufe, Intervalltraining, lange Dauerläufe: Die Trainingsinhalte unterscheiden sich nicht von denen vieler Volksläufer. Gibt es dennoch ein Geheimnis? Seine Dauerläufe absolviert er in hohem Tempo: 4:00 Minuten pro Kilometer sind Standard, auch im Gelände. Vorsichtig will er diese Geschwindigkeit auf 3:50 bis 3:40 erhöhen.</p>
<p>Das Trainingsgebiet von Christian König sind die Hügel und Wälder rund um seinen Heimatort Gudersleben im Südharz. Dort sammelt er auf seinen Standard-Trainingsstrecken oft 200-300 Höhenmeter. Die meisten Trainingsläufe absolviert er alleine, nur einmal pro Woche fährt er ins 90 Kilometer entfernte Erfurt, um mit seinen Vereinskameraden zu trainieren. Gelegentlich trifft er sich noch mit den Sportfreunden vom VfL Ellrich für eine lockere Runde.</p>
<h4>&#8222;Ich sehe meine Zukunft im Marathon&#8220;</h4>
<p>Die meisten Langstreckenläufer beginnen ihre Karriere auf den kurzen Strecken und arbeiten sich langsam zum Marathon hoch. Christian König ist den umgekehrten Weg gegangen und direkt als Marathonläufer eingestiegen. Auf den Kurzdistanzen hat er deshalb noch Verbesserungspotenzial. „Es stimmt: Ich bin auf den Unterdistanzen ziemlich schwach. Aber ich glaube nicht, dass das im Marathon ein großer Nachteil ist“, sagt er. Ein Umstieg auf kürzere Strecken kommt für ihn nicht in Frage: &#8222;Ich sehe meine Zukunft weiter im Marathon.&#8220;</p>
<p>Für die kommenden Marathons hat sich Christian König einiges vorgenommen. &#8222;Ich sehe die Zeit von Berlin nur als Zwischenstation&#8220;, betont er. Im Frühjahr 2011 wird er zur Deutschen Marathon-Meisterschaft nach Hamburg fahren. Dort haben es er und seine Vereinskameraden vom Laufclub Erfurt auf die Mannschaftswertung abgesehen. Auch er selbst sollte im Rennen um Einzelmedaillen gute Chancen haben. Bei einem Herbstmarathon will er dann die 2:20-Stunden-Marke zum nächsten Mal angreifen.</p>
<p>Seine sportlichen Zukunft hat der Nordthüringer fest im Blick. &#8222;Es wäre ein Traum, für Deutschland zu starten&#8220;, sagt er. Er hofft darauf, einmal bei einer Welt- oder Europameisterschaft das Nationaltrikot überstreifen zu dürfen. &#8222;Olympia wäre natürlich noch schöner&#8220;, schiebt er nach. Um sich für das Nationalteam zu empfehlen, will er Zeiten um 2:16 Stunden laufen können. Bis es soweit ist werden hoffentlich auch die Fernsehkommentatoren seinen Namen gelernt haben.</p>
<h4>Vorbereitung auf den Berlin-Marathon 2010</h4>
<p>Auf den Berlin-Marathon 2010 bereitete sich Christian König mit einem 12-Wochen-Programm vor. In den ersten drei Wochen steigerte er die Trainingsumfänge von anfangs 160 auf 180 Kilometer. Darauf folgte die erste Ruhewoche, in der er knapp 115 Kilometer lief. Anschließend absolvierte er zwei Drei-Wochen-Blöcke bestehend aus zwei Wochen mit 200 Trainingskilometern gefolgt von einer Ruhewoche. Nach Woche 10 lief er bei der DM 10 Kilometer sein einziges Rennen und stellte dort in 31:28 Minuten eine persönliche Bestzeit auf. Die letzten beiden Wochen vor dem Marathon widmete er der Erholung und trainierte nur noch locker. Hier eine beispielhafte Trainingswoche:</p>
<table>
<tr>
<th></th>
<th></th>
<th>Strecke</th>
<th>Laufzeit</th>
<th>Tempo in min/km</th>
</tr>
<tr>
<td>Montag</td>
<td>morgens</td>
<td>Dauerlauf 10 km</td>
<td>41:30&ndash;42:30 min</td>
<td>4:10&ndash;4:15</td>
</tr>
<tr>
<td></td>
<td>abends</td>
<td>Tempodauerlauf 15 km</td>
<td>52:30&ndash;53:30 min</td>
<td>3:30&ndash;3:35</td>
</tr>
<tr>
<td>Dienstag</td>
<td>morgens</td>
<td>Dauerlauf 10 km</td>
<td>41:30&ndash;42:30 min</td>
<td>4:10&ndash;4:15</td>
</tr>
<tr>
<td></td>
<td>abends</td>
<td>3 km Einlaufen<br/>Dauerlauf 15 km<br/>3 km Auslaufen</td>
<td><br/>60:00 min</td>
<td>4:00</td>
</tr>
<tr>
<td>Mittwoch</td>
<td>morgens</td>
<td>Dauerlauf 10 km</td>
<td>41:30&ndash;42:30 min</td>
<td>4:10&ndash;4:15</td>
</tr>
<tr>
<td></td>
<td>abends</td>
<td>10&#215;1000 m, 3 min Trabpause ODER<br/>5&#215;2000 m, 5 min Trabpause</td>
<td><br/>6:20&ndash;6:30 min</td>
<td>3:10&ndash;3:15</td>
</tr>
<tr>
<td>Donnerstag</td>
<td>morgens</td>
<td>Dauerlauf 10 km</td>
<td>41:30&ndash;42:30 min</td>
<td>4:10&ndash;4:15</td>
</tr>
<tr>
<td></td>
<td>abends</td>
<td>Dauerlauf 10 km</td>
<td>41:30&ndash;42:30 min</td>
<td>4:10&ndash;4:15</td>
</tr>
<tr>
<td>Freitag</td>
<td>morgens</td>
<td>Dauerlauf 10 km</td>
<td>41:30&ndash;42:30 min</td>
<td>4:10&ndash;4:15</td>
</tr>
<tr>
<td></td>
<td>abends</td>
<td>3 km Einlaufen<br/>Dauerlauf 15 km<br/>3 km Auslaufen</td>
<td><br/>60:00 min</td>
<td>4:00</td>
</tr>
<tr>
<td>Samstag</td>
<td>morgens</td>
<td>Dauerlauf 35 km<br/>mit Endbeschleunigung</td>
<td>2:26:00 h</td>
<td>4:10</td>
</tr>
<tr>
<td></td>
<td></td>
<td>Ausfahren auf dem Radergometer</td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>Sonntag</td>
<td>morgens</td>
<td>Dauerlauf 10 km</td>
<td>41:30&ndash;42:30 min</td>
<td>4:10&ndash;4:15</td>
</tr>
<tr>
<td></td>
<td>abends</td>
<td>3 km Einlaufen<br/>Dauerlauf 15 km<br/>3 km Auslaufen</td>
<td><br/>60:00 min</td>
<td>4:00</td>
</tr>
</table>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>DM 10.000 Meter: Rico Schwarz holt Juniorentitel</title>
		<link>http://www.laufszene-thueringen.de/berichte/2009/dm-10000-meter</link>
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		<pubDate>Mon, 04 May 2009 13:37:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexander Fritsch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berichte]]></category>
		<category><![CDATA[Portraits]]></category>
		<category><![CDATA[10000 Meter]]></category>
		<category><![CDATA[Bahnlauf]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Meisterschaft]]></category>
		<category><![CDATA[DM 10.000 Meter]]></category>
		<category><![CDATA[features]]></category>
		<category><![CDATA[Rico Schwarz]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Thüringer Langstreckentalent Rico Schwarz hat bei der Deutschen 10.000-Meter-Meisterschaft in Bremen den den Meistertitel in der Juniorenklasse gewonnen. Der 21-jährige Schwarz blieb dabei in 29:53,19 Minuten erstmals unter der 30-Minuten-Marke und unterbot damit die Norm für die Junioreneuropameisterschaft im litauischen Kaunas. Nach 25 Tartanrunden auf einem Nebenplatz des Bremer Weserstadions konnte sich Schwarz knapp [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Thüringer Langstreckentalent Rico Schwarz hat bei der Deutschen 10.000-Meter-Meisterschaft in Bremen den den Meistertitel in der Juniorenklasse gewonnen. Der 21-jährige Schwarz blieb dabei in 29:53,19 Minuten erstmals unter der 30-Minuten-Marke und unterbot damit die Norm für die Junioreneuropameisterschaft im litauischen Kaunas.<span id="more-1772"></span></p>
<p><img src="http://www.laufszene-thueringen.de/wp-content/uploads/rico_schwarz_2009.jpg" alt="" /></p>
<p>Nach 25 Tartanrunden auf einem Nebenplatz des Bremer Weserstadions konnte sich Schwarz knapp vor seinem Dauerrivalen Musa Roba (TV Gelnhausen) durchsetzen. Roba lag im Ziel nach 29:54,30 nur eine Sekunde hinter dem neuen Juniorenmeister Schwarz.</p>
<p>Rico Schwarz ist damit der erste Thüringer seit vielen Jahren, der auf der Bahn wieder unter der magischen 30-Minuten-Marke bleibt. In den Thüringer Bestenlisten ab 2001 ist kein Läufer mit ähnlich schnellen Zeiten  verzeichnet. Nur Christian Seiler vom Laufclub Erfurt schaffte 2006 und 2007 überhaupt Bahnzeiten unter 31 Minuten.</p>
<p>Schwarz hat bei seinem ersten Bahnrennen des Jahres das große  Saisonziel abgehakt: Die Qualifikation für die Europameisterschaft der Unter-23-Jährigen, die vom 16. bis 19. Juli in Kaunas/Litauen stattfindet. Die dafür geforderte Qualifikationsnorm von 29:55,00 unterboten Schwarz und Roba dabei knapp. Eigentlich hatte Rico Schwarz angekündigt, sich über 5000 Meter für die EM empfehlen zu wollen. Beim Mini-Internationalen in Koblenz am 20. Mai will er die Norm von 14:10,00 knacken. Nun hat er die Qualifikation über die doppelt so lange Distanz in der Tasche, was ihm angesichts der starken Konkurrenz über 5000 Meter eine weitere Startoption gibt.</p>
<p>Schwarz hat sich mit zwei Trainingslagern auf das Laufjahr 2009 vorbereitet. Anfang Januar weilte er mit etwa 50 Spitzenathleten und dem DLV-Bundestrainer Langstrecke, Detlef Uhlemann, im spanischen Chiclana. Im März folgte ein Höhentrainingslager in Ifrane/Marokko auf 1800 Metern über dem Meeresspiegel. Eine Woche vor der 10.000-Meter-Meisterschaft hatte Schwarz noch einen Testlauf beim Arnstädter Citylauf absolviert und dabei <a href="http://www.laufszene-thueringen.de/berichte/2009/arnstadter-citylauf">gründlich gepatzt</a>.</p>
<p>Rico Schwarz ist der einzige Athlet der starken Trainingsgruppe des früheren &#8222;Team Erfurt&#8220;, der den Sprung in die Männerklasse geschafft hat. Dabei war der Schützling von Trainer Andreas Möckel im Schüler- und frühen Jugendalter keineswegs der dominierende Mittel- und Langstreckler Thüringens. Andere Athleten aus seiner Trainingsgruppe und vom Rivalen Laufclub Erfurt lagen in den Thüringen Bestenlisten oft weit vor ihm. Doch während andere Topläufer wie der Erfurter André Röthling in ihrer Entwicklung stagnierten, verbesserte sich Schwarz stetig. Dabei kam ihm sicher auch zu Gute, dass er offenbar nie von schweren Verletzungen ausgebremst wurde. Keine Bahn- oder Hallensaison der vergangenen Jahre musste der großgewachsene Rotschopf auslassen.</p>
<p>Im Jahr 2006 errang Schwarz als A-Jugendlicher seine ersten Deutschen Meistertitel über 3000 Meter in der Halle und im Freien. Ein Jahr später wurde er erneut 3000-Meter-Jugendmeister. In den vergangenen Jahren hat sich Schwarz auch zum starken Crossläufer entwickelt. In der Juniorenklasse wurde er 2008 Zweiter und 2009 Dritter bei der Deutschen Crossmeisterschaft. Als Crossläufer schaffte er es auch schon zu internationalen Einsätzen für Deutschland. Sein größter internationaler Erfolg ist der Gewinn von Mannschaftsbronze bei der Crosslauf-EM 2007 in Spanien. Auch auf der Bahn starte er für Deutschland: Bei der U20-Europameisterschaft in Hengelo 2007 belegte er den siebten Platz auf seiner Spezialstrecke 5000 Meter.</p>
<p>Eine Perspektive für Rico Schwarz könnte im Straßenlauf liegen. Schon 2005 stellte er mit 31:56 Minuten einen Thüringer B-Jugendrekord im 10-Kilometer-Straßenlauf auf. Bei seinem allerersten Halbmarathonstart im Herbst 2007 verbesserte er den Thüringer A-Jugendrekord auf 1:10:30 Stunden. Nur wenige Monate später steigerte er sich beim Berlin-Halbmarathon sogar auf hervorragende 1:07:13 Stunden &#8211; im Alter von gerade einmal 19 Jahren. Doch die Straßenstrecken werden in den Planungen des jungen Athleten noch keine Rolle spielen. Sein Potenzial im Bahnlauf hat er noch lange nicht ausgeschöpft.</p>
<p><a href="http://www.leichtathletik.de/results/1746_bremen_dm10k_020509.htm">Ergebnisse</a></p>
<h3>Leistungsentwicklung Rico Schwarz</h3>
<table class="post-table">
<tr>
<td></td>
<td><strong>2002</strong></td>
<td><strong>2003</strong></td>
<td><strong>2004</strong></td>
<td><strong>2005</strong></td>
<td><strong>2006</strong></td>
<td><strong>2007</strong></td>
<td><strong>2008</strong></td>
<td><strong>2009</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>Alter</td>
<td>14</td>
<td>15</td>
<td>16</td>
<td>17</td>
<td>18</td>
<td>19</td>
<td>20</td>
<td>21</td>
</tr>
<tr>
<td>400 m</td>
<td></td>
<td></td>
<td>54,67 i</td>
<td></td>
<td><strong>54,34</strong> i</td>
<td></td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>800 m</td>
<td>2:29,4 i</td>
<td>2:10,13 i</td>
<td>1:59,33</td>
<td>1:58,16</td>
<td>1:55,46 i</td>
<td><strong>1:54,57</strong></td>
<td>1:55,46</td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>1000 m</td>
<td>2:48,98</td>
<td>2:37,21</td>
<td>2:38,7 i</td>
<td>2:31,8</td>
<td><strong>2:29,8</strong></td>
<td></td>
<td>2:32,06</td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>1500 m</td>
<td></td>
<td>4:17,48</td>
<td>4:02,60</td>
<td>3:57,94</td>
<td>3:53,21 i</td>
<td>3:50,91</td>
<td><strong>3:48,96</strong></td>
<td>3:50,90 i</td>
</tr>
<tr>
<td>3000 m</td>
<td>10:10,64</td>
<td>9:14,83</td>
<td>9:03,41</td>
<td>8:36,41</td>
<td>8:21,82</td>
<td>8:17,33</td>
<td><strong>8:04,10</strong></td>
<td>8:10,21 i</td>
</tr>
<tr>
<td>5000 m</td>
<td></td>
<td></td>
<td>15:37,82</td>
<td>15:11,29</td>
<td>14:37,64</td>
<td>14:17,38</td>
<td><strong>14:06,53</strong></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>10.000 m</td>
<td></td>
<td></td>
<td></td>
<td></td>
<td></td>
<td>30:41,15</td>
<td></td>
<td><strong>29:53,19</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>5 km</td>
<td>17:46</td>
<td>17:00</td>
<td></td>
<td></td>
<td></td>
<td></td>
<td></td>
<td></td>
</tr>
<tr>
<td>10 km</td>
<td></td>
<td></td>
<td>33:12</td>
<td>31:56</td>
<td>31:52</td>
<td><strong>31:35</strong></td>
<td></td>
<td>32:26</td>
</tr>
<tr>
<td>21,1 km</td>
<td></td>
<td></td>
<td></td>
<td></td>
<td></td>
<td>1:10:30</td>
<td><strong>1:07:13</strong></td>
<td></td>
</tr>
</table>
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