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	<title>Laufszene Thüringen &#187; Erlebnisberichte</title>
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	<description>Nachrichten und Reportagen von Läufern für Läufer</description>
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		<title>Wörthersee-Trail: Rennsteigläufer zu Gast in Kärnten</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Oct 2011 14:49:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Panse</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erlebnisberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Europacup der Ultramarathons]]></category>
		<category><![CDATA[Jens Panse]]></category>
		<category><![CDATA[Jürgen Lange]]></category>
		<category><![CDATA[Rennsteiglauf]]></category>

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		<description><![CDATA[Was verbindet Thüringen und Kärnten? Bis vor kurzem wäre mir dazu spontan nicht viel eingefallen. In Österreich war ich bislang immer nur im Winter zum alpinen Skifahren, weil das im Thüringer Wald nur bedingt möglich ist. Zum Laufen bevorzuge ich aber seit nunmehr 27 Jahren den Rennsteig und den gleichnamigen Lauf. Der Präsident des Rennsteiglaufvereins [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was verbindet Thüringen und Kärnten? Bis vor kurzem wäre mir dazu spontan nicht viel eingefallen. In Österreich war ich bislang immer nur im Winter zum alpinen Skifahren, weil das im Thüringer Wald nur bedingt möglich ist. Zum Laufen bevorzuge ich aber seit nunmehr 27 Jahren den Rennsteig und den gleichnamigen Lauf. Der Präsident des Rennsteiglaufvereins Jürgen Lange erzählte mir bei einem Trainingslauf im Erfurter Steiger vom Wörthersee-Trail, der wie der Rennsteiglauf zum Europacup der Ultramarathonläufe gehört.<span id="more-8307"></span></p>
<p>Den Rennsteigsupermarathon hatte ich in diesem Jahr zum fünften Mal erfolgreich absolviert. Dazu den Thüringen-Ultra über 100 km erfolgreich gefinisht. Da sollten 57 km rund um einen See problemlos machbar sein &#8211; dachte ich zumindest und rechnete mir mal die Zielzeit von 6 Stunden aus.</p>
<p>Der Papstbesuch in Erfurt machte es möglich, dass ich mir am Freitag vor dem Lauf kurzfristig freinehmen konnte und im Bus von Rennsteiglaufpräsident Jürgen Lange und seiner Frau Sabine eine gute Mitfahrgelegenheit fand. Nach 8 Stunden Fahrzeit wurden wir begeistert in der Trail-City-Klagenfurt begrüßt. Die Nachmeldestartnummer 278 deutete auf ein überschaubares Teilnehmerfeld  hin. Bei 2.200 waren beim Rennsteiglaufsupermarathon in diesem Jahr die Startnummern ausgegangen. Nun ja schließlich gibt es die Thüringer Traditionsveranstaltung seit 39 Jahren. Der Wörthersee-Trail feierte in diesem Jahr gerade mal seine dritte Auflage. Entsprechend ehrfurchtsvoll sprechen die Klagenfurter Veranstalter vom größten Crosslauf Europas und freuen sich über die Teilnehmer vom Rennsteiglaufverein. Gleich am Eingang zum Zelt begrüßt uns am grünen Infostand Präsidiumsmitglied Gabi Weissbrodt. </p>
<p><img src="http://www.laufszene-thueringen.de/wp-content/uploads/4-GabiJürgenVerena-561x335.jpg" alt="" title="4 GabiJürgenVerena" width="561" height="335" class="aligncenter size-large wp-image-8311" /></p>
<p>Sie hat den Lauf schon zweimal mitgemacht und da sie in diesem Jahr verletzungsbedingt verhindert ist, unterstützt sie das örtliche Organisationsteam um Mario Schönherr.  Marketingchefin Verena Hoffmann holt die Rennsteiglaufpräsidiumsmitglieder gleich auf die Bühne, wo Jürgen Lange kräftig die Werbetrommel für die Jubiläumsausgabe rührt und Gabi Weissbrodt mit klugen Tipps („Finger weg vom Alkohol“) glänzt. Allerdings hindert sie das nicht daran, den Autor des Berichts am Abend noch zu einem dritten Weizenbier zu verführen. Die eindrucksvollen Schilderungen von Streckenchef Alfred Netrval nimmt der Trailneuling genauso wenig ernst wie die Berichte von Karin Walder aus Basel und Stephanie Lieb aus Coburg, die beide beim Regenlauf 2010 am Start waren. Bestes Laufwetter ist angekündigt, am frühen Nachmittag sind wird zurück und liegen in der Sonne im Klagenfurter Strandbad &#8211; so der Plan. </p>
<p><a href="http://www.laufszene-thueringen.de/wp-content/uploads/6-Traktor.jpg"><img src="http://www.laufszene-thueringen.de/wp-content/uploads/6-Traktor-260x179.jpg" alt="" title="6 Traktor" width="260" height="179" class="alignleft size-medium wp-image-8312" /></a> Unsere Wirtsfrauen in der Pension Jutta lassen sich überreden bereits um 6 Uhr Frühstück bereitzustellen. Das Glück haben nicht alle Läufer in ihren Trail-Partner-Quartieren. Trotzdem treffen sich alle gutgelaunt um 8 Uhr am Start in Klagenfurt, wo es ganz entspannt mit 5 Minuten Verspätung losgeht. Nach einer kurzen Schleife geht es direkt in den Wald auf schmale Trails. Ich laufe die ersten 5 Kilometer mit Jürgen, der passend zu meinem Wettkampfdress das orange Rennsteiglauf-Finisher-Shirt vom Vorjahr trägt.  Obwohl keiner drängelt, macht Jürgen schon an den ersten Anstiegen Druck. Ich will jetzt aber ein Foto von dem Traktor machen, der uns überholt. Also lasse ich ihn laufen und versuche meinen Laufrhythmus zu finden. Das klappt auch ganz gut. </p>
<p>Die vielen kleinen Anstiege kosten aber Zeit und auf den Bergabstrecken muss man höllisch aufpassen. Geröll, Wurzeln, Wasser, was der Rennsteigläufer von dem Stück Hohlweg zwischen Masserberg und Kahlert kennt, gibt es auf dem Wörthersee-Trail vielfach. Den Wörthersee sieht man allerdings auf den ersten 25 Kilometern, für die ich drei Stunden brauche, kaum einmal. Ich merke schnell, dass mein Zeitplan nicht realistisch ist und kann das auch nicht auf das dritte Weizen schieben. Also beschließe ich einfach die wunderbare Natur zu genießen. Straßen werden kaum einmal berührt. Dafür passieren wir romantische Bergseen und  unwegsames Gelände. Kaum vorstellbar, wie die Strecke bei Regen aussieht. Auf jeden Fall bin ich froh, dass ich die Trailschuhe gewählt habe auch wenn es bei Kilometer 30 in Velden erstmal ein Stück auf der gepflasterten Uferpromenade entlanggeht. </p>
<p><img src="http://www.laufszene-thueringen.de/wp-content/uploads/7-Trail-195x260.jpg" alt="" title="7 Trail" width="195" height="260" class="alignright size-medium wp-image-8310" />Das Roy-Black-Denkmal vorm Schloss am Wörthersee verpasse ich, weil mein Blick auf dem See liegt, wo man ihn schon mal sieht. Nicht lange, denn dann geht es wieder in den Wald. Kurz hinter der Labestation am „Weißen Rössl“ startet bei Kilometer 36 die Bergwertung. Ich brauche für die 4 Kilometer zum Pyramidenkogel 38 Minuten. Auf halber Strecke kommt mir ein fröhlicher Rennsteiglaufpräsident entgegen, der bereits wieder auf dem Weg nach unten Richtung Maria Wörth ist. Ich bin froh gehend den Gipfel zu erklimmen. Leider bietet sich dort keine Aussicht auf den Wörthersee. Dafür gibt es hervorragende Verpflegung und Red Bull Cola kommt erstmals ins Spiel. Die Botschaft „von nun an geht’s bergab“ ist wie immer gelogen. Außerdem tut das den geschundenen Beinen erst recht weh.  </p>
<p>In Reifnitz bei Kilometer 46 wartet Gabi am Verpflegungsstand gegenüber dem Seehotel und dazu alkoholfreies Weizenbier. Eine schöne Abwechslung zu den isotonischen Getränken. Dann geht es wieder in den Wald und natürlich bergauf. Die 2.000 Höhenmeter wollen verdient sein. An den Spinikteichen gibt es nochmal Getränke. Die RB-Cola ist leider alle, aber an der letzten Labestation haben sie sicher noch welche. Inzwischen ist die Sonne durchgekommen. Zum Glück sind wir noch immer im Wald, der zur finalen Krönung bei km 52 nochmal einen steilabfallenden Wurzelweg bietet. Endet das mit den Trails gar nicht? Ihr Thüringer müsst euch doch mit so was auskennen, ruft mir eine kleine Berlinerin zu, die im Expresstempo vorbeirauscht. Ich konzentriere mich auf die Strecke. Nicht jetzt noch stürzen. Dann ist Klagenfurt erreicht. Eine Straße führt an schicken Villen vorbei hinunter zur Stadt. </p>
<p>Nach der letzten Getränkepause übersehe ich die Abzweigung und stehe plötzlich an einer Kreuzung ohne blau-weiße Wegweiser. Ich habe aber keine Lust, wieder bergan, zurück auf die von Streckenchef Alfred hervorragend markierte Strecke zu laufen und frage eine Autofahrerin nach dem Weg zum Strandbad. Passt &#8211; kurze Zeit später biegt die kleine Berlinerin wieder vor mir auf die Strecke ein. Da habe ich vermutlich sogar was gespart. Dafür ziehen sich die letzten 2 Kilometer endlos. Dann Einbiegen auf die Zielgerade, wo unter dem Torbogen Präsident Lange seit 30 Minuten mit einem kühlen Erdinger wartet. Die Uhr zeigt 7:05:18 an, die Zielzeit großzügig verfehlt, aber als 119. von 224 Finishern bin ich noch ganz passabel platziert und außerdem einfach nur froh, es geschafft zu haben. </p>
<p><img src="http://www.laufszene-thueringen.de/wp-content/uploads/PHOT0061-561x420.jpg" alt="" title="PHOT0061" width="561" height="420" class="aligncenter size-large wp-image-8352" /></p>
<p>Gleich nach dem Mann aus Deutschland begrüßt der Zielsprecher den ersten Läufer aus Holland, einen Italiener und einen polnischen Finisher. Der Lauf ist international besetzt. Als Letzter kommt abends um 19.30 Uhr ein russischer Walker ins Ziel, der mit herzlichem Applaus im Partyzelt begrüßt wird und noch genügend Kraft hat, sich anschließend auf der Tanzfläche auszutoben. Da sind dann natürlich auch Stephanie aus Franken, die mit einer Zeit von unter 6 Stunden drittschnelles Frau geworden ist, Karin aus der Schweiz, die in mehr als 8:17 Stunden den Lauf genossen hat und die ganzen Thüringer dabei und alle huldigen zusammen nach der Musik von YMCA dem quirligen Streckenchef: „Das ist der Alfred vom Wörthersee-Trail“. </p>
<p><img src="http://www.laufszene-thueringen.de/wp-content/uploads/12-Sonnenuntergang-561x375.jpg" alt="" title="12 Sonnenuntergang" width="561" height="375" class="aligncenter size-large wp-image-8322" /></p>
<p>Fazit eines wunderbaren Spätsommerwochenendes in Kärnten: Wer schon immer mal einen Lauf absolvieren wollte, der den Namen Trail wirklich verdient ist hier absolut richtig. Wer die „Hardcore-Variante“ nicht mag, kann sich auch erstmal über 30 oder 15 Kilometer ausprobieren. Zum Wandern oder Speed Hiking muss man sicher nicht extra 800 Kilometer anreisen. Wer das Laufen aber gern noch mit einen paar Tagen Urlaub verbinden will, findet an dem noch 20 Grad warmen See beste Erholungsmöglichkeiten vor. Ein ganz besonderes Lob geht an das engagierte Herzblutteam. Obwohl der Organisationschef den Lauf mit seiner Eventagentur betreibt, zeichnet er sich besonders durch die familiäre Atmosphäre und eine professionelle Lauforganisation aus, die auf die Bedürfnisse der Läufer abgestimmt. Nur beim Feiern haben die Ösis gegenüber den ausdauernderen Rennsteiglaufprofis noch etwas Luft nach oben…</p>
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		<title>Rennsteig-Etappenlauf: „Watt´n geiler Urlaub!“</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Aug 2011 06:42:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elke Kuhn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erlebnisberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Rennsteig-Etappenlauf]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit 15 Jahren findet er nunmehr statt und in diesem Jahr im August feierte er seine 31. Auflage – der Rennsteig–Etappenlauf! Zweimal jährlich – im April und im August – tummeln sich die Aktiven 5 Tage lang auf dem Kammweg des Thüringer Waldes, wobei sie insgesamt 168,3km und mehr als 6.000 Höhenmeter auf dem Original-Höhenweg [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit 15 Jahren findet er nunmehr statt und in diesem Jahr im August feierte er seine 31. Auflage – der Rennsteig–Etappenlauf! Zweimal jährlich – im April und im August – tummeln sich die Aktiven 5 Tage lang auf dem Kammweg des Thüringer Waldes, wobei sie insgesamt 168,3km und mehr als 6.000 Höhenmeter auf dem Original-Höhenweg zurücklegen. Diese Veranstaltung gilt sowohl unter Laufenthusiasten als auch unter Walkern als Geheimtipp und hat sich ihre spezielle und familiäre Atmosphäre in all den Jahren bewahren können. Start und Zielort sind jeweils Hörschel bei Eisenach bzw. Blankenstein an der Saale, wobei die Laufrichtung jedes Mal von West nach Ost bzw. Ost nach West wechselt. <span id="more-8128"></span></p>
<p><img src="http://www.laufszene-thueringen.de/wp-content/uploads/Gruppe-561x420.jpg" alt="" title="Gruppe" width="561" height="420" class="aligncenter size-large wp-image-8135" /></p>
<p>Da sowohl die Transportkapazitäten als auch die Unterkünfte direkt an den jeweiligen Etappenzielen nur begrenzt vorhanden sind, ist die Teilnehmerzahl limitiert und man tut gut daran, sich rechtzeitig anzumelden. Die Teilnehmer starten täglich, je nach Streckenlänge, -profil, Leistungsniveau und Fortbewegungsart (Walking, Nordic Walking, Jogging, Running) gestaffelt im Halb-Stunden-Abstand. Schon nach kurzer Zeit haben sich meist individuelle Gruppen gefunden, die entsprechend ihrem Lauf- und Ausdauervermögen einzelne Abschnitte bzw. sogar die gesamte Strecke gemeinsam absolvieren. </p>
<p>Umfangreiches Ausdauertraining und eine gewisse Mindestgeschwindigkeit sind Voraussetzung, um die täglichen Etappenlängen von ca. 30-40km unbeschadet bewältigen zu können. Während die April-Veranstaltung gern als Vorbereitung auf den Rennsteig-Supermarathon genutzt wird, geht es im August eher weniger leistungsambitioniert zur Sache. Wir staunten nicht schlecht, als neben zahlreichen neuen Gesichtern ca. 2/3 der Teilnehmer aus dem Vorjahr auch in diesem August als Wiederholungstäter am Start standen!</p>
<p><img src="http://www.laufszene-thueringen.de/wp-content/uploads/IMGP0033-260x195.jpg" alt="" title="IMGP0033" width="260" height="195" class="alignleft size-medium wp-image-8130" /> Zirka aller 5km erwarten die Teilnehmer liebevoll organisierte Verpflegungsstellen, die – soweit möglich &#8211; auch gern mal einen Sonderwunsch bedienen („Wir wollen DDR-Knusperflocken!“).<br />
Im Laufe der Zeit bekommt man als Akteur auch den enormen logistischen Aufwand mit, den das Betreuer- und Orga-Team täglich zu schultern hat. Um einen nahezu reibungslosen Ablauf zu garantieren, muss sehr akkurat geplant werden, damit auch alle Versorgungspunkte sowohl den Ersten als auch den Letzten noch bedienen können.</p>
<p>Unterwegs ist neben Kampf- auch Teamgeist gefragt. Es ist selbstverständlich, dass man sich gegenseitig hilft, unterstützt und motiviert. Bei nahezu optimalen Wetterbedingungen warteten alle am jeweiligen Tagesziel auch auf den letzten Ankömmling und feuerten ihn auf der ideellen Zielgeraden frenetisch an.</p>
<p>Am Nachmittag finden meistens noch kleinere, freiwillige Abstecher in die nähere Umgebung statt und abends erfolgt die Auswertung der Tagesergebnisse sowie eine Vorschau auf die Laufstrecke und Besonderheiten des Folgetages. Somit erhalten die Teilnehmer noch jede Menge historische und kulturelle Randinformationen rund um den Rennsteig.</p>
<p><img src="http://www.laufszene-thueringen.de/wp-content/uploads/DSCI12141-561x420.jpg" alt="" title="DSCI1214" width="561" height="420" class="aligncenter size-large wp-image-8136" /></p>
<p>Erstaunlich ist jeden Tag aufs Neue, wie schnell der Körper doch regeneriert und sich anpasst. Nach kurzen anfänglichen Protesten haben sich die Beine meist nach spätestens einem Kilometer damit abgefunden, sich erneut ins Zeug legen zu müssen.</p>
<p>Bei der Abschlussveranstaltung am Zielort erhält jeder Teilnehmer eine Urkunde und hat die Möglichkeit, eine Rennsteig-Medaille in Gold, Silber oder Bronze zu erwerben, je nach bereits absolvierten „Rennsteig-Kilometern“. Alle Teilnehmer waren sich darin einig, dass diese Laufwoche ein ganz besonderes Erlebnis war und wünschen sich, dass es den Etappenlauf in dieser Form noch recht lange gibt.</p>
<p>Was ist aussagekräftiger als das Resümee einer Teilnehmerin „Watt´n geiler Urlaub!“</p>
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		<title>Harzquerung: Über märchenhafte Trampelpfade</title>
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		<pubDate>Sat, 07 May 2011 07:09:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian Kurch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berichte]]></category>
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		<description><![CDATA[Am Samstag, den 30. April starteten 549 Läufer und Läuferinnen auf den wohl schönsten Crosslauf Deutschlands über 51 Kilometer quer über den Harz. In diesem Jahr gewann ein Nordhäuser Läufer den malerischen Landschaftslauf. Auch für diejenigen, denen der Ultralauf zu lang ist, wurden wieder zwei Strecken über 28 und 25 Kilometer angeboten. Die Strecke über [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Samstag, den 30. April starteten 549 Läufer und Läuferinnen auf den wohl schönsten Crosslauf Deutschlands über 51 Kilometer quer über den Harz. In diesem Jahr gewann ein Nordhäuser Läufer den malerischen Landschaftslauf.<span id="more-7590"></span></p>
<p>Auch für diejenigen, denen der Ultralauf zu lang ist, wurden wieder zwei Strecken über 28 und 25 Kilometer angeboten. Die Strecke über 28 Kilometer führt dabei von Wernigerode auf der Ultrastrecke bis zum Kilometerpunkt 20, anschließend geht es direkt in den beschaulichen Harzort Benneckenstein. 80 Läufer und Läuferinnen absolvierten diese Strecke erfolgreich. Von Benneckenstein ging die Strecke über 25 Kilometer Richtung Sophienhof, wo man mit den Ultraläufern wieder die gemeinsame Strecke nach Nordhausen im Südharz, dem Zielort, aufnahm. </p>
<p>Die Strecke über 25 Kilometer absolvierten 75 Läufer und Läuferinnen erfolgreich. Der in diesem Jahr erreichte Teilnehmerrekord kommt nicht von ungefähr: Zahlreiche Laufzeitschriften lobten den Lauf in den vergangenen Jahren immer wieder besonders für die herausragende Organisation und die traumhafte Strecke auf Wanderwegen und über Stock und Stein. So erklimmt man gleich nach dem Start auf den ersten drei Kilometern über 250 Höhenmeter um an der malerischen Zillierbach-Talsperre bei Vogelgesang entlangzulaufen. Nach 11 Kilometern erreicht man die erste Raststelle, wo man an langen Tischen mit allerlei Leckereien versorgt wird. Unter anderem natürlich auch die wohl weltbesten Schmalzbrote!</p>
<p>Anschließend geht es weiter über die Kalte Bode, entlang an schmalen Trampelpfaden, bei denen man gerne an Märchen aus der Kindheit zurückdenkt. Nach einigen überwundenen Höhenmetern und der Überquerung der Warmen Bode erreicht man die sogenannte „Lange“, ein langer und gerader Forstweg, an welchem die nächste Verpflegungsstelle erreicht wird. Dort geht es auf der Ultrastrecke scharf links ab und unweit von Schildern, die uns auf herrliche Skiloipen im Winter verweisen, hinab in den Ort Trautenstein. Nachdem Erreichen des Wanderparadieses geht es wieder in steilen Passagen bergauf nach Sophienhof, wo nach 31 Kilometern der dritte Verpflegungspunkt erreicht ist. Man passiert eine Ziegenalm und einen Angelteich und stürmt entlang einer Steilwand mehrere hundert Meter hinab ins Tal. Dort angekommen gibt es eine kurze Passage entlang der Gleise der Harzquerbahn. Mit Glück bekommt man diese hier zu sehen, bevor der berühmt-berüchtigte Poppenberg auf die Läufer wartet. Knapp 300 Höhenmeter auf rund zwei Kilometern Strecke, das nimmt jedem Läufer nach 40 Kilometern die letzte Puste. </p>
<p>Ist der Gipfel erreicht, geht es aber nur noch bergab, zunächst in den Erholungsort Neustadt, dann das Künstlerdorf Rüdigsdorf und schließlich taucht am Horizont bereits Nordhausen auf. In Nordhausen ist der Zieleinlauf im Fußballstadion dann ein besonderes Highlight für alle Läufer. Perfekte Organisation, eine optimale Versorgung der Sportler und ein liebevoll geführtes Zieldorf runden die Veranstaltung wahrhaftig ab. Mit Sicherheit wird der Teilnehmerrekord nicht lange halten und diese schöne Veranstaltung weitere Sportler aus nah und fern anziehen.</p>
<p>Auf der Ultradistanz siegte Hans-Peter Müller vom SV 90 Nordhausen in 3:46:34 Sunden vor Uwe Laenger vom 1. FC Union Berlin in 3:47:37 Stunden und Frank Stephan vom Skills 04 Frankfurt Team in 3:52:36 Stunden. Schnellste Frau war Nicole Kresse vom MTP Hersbruck in 4:19:48 Stunden. Zum bereits fünften Mal gewann Maik Heckl vom SV Hermannsacker über die 28 Kilometer in 2:05:45 Stunden. Schnellste Frau auf dieser Strecke war Claudia Herrmann von den Rennschnecken Burkersdorf in 2:43:30 Stunden. Die 25-Kilometer-Strecke absolvierte Thomas Kühlmann vom NSV Wernigerode in 1:34:11 Stunden. Erste Frau auf dieser Strecke war Luisa Merkel aus Elbingerode in 2:04:04 Stunden.</p>
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		<title>Senioren-EM: Teambronze im Crosslauf</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Mar 2011 07:19:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steffen Meyer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erlebnisberichte]]></category>
		<category><![CDATA[3000 m]]></category>
		<category><![CDATA[Crosslauf]]></category>
		<category><![CDATA[features]]></category>
		<category><![CDATA[Gehen]]></category>
		<category><![CDATA[Senioren-EM]]></category>
		<category><![CDATA[Senioren-Europameisterschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Senioren-Hallen-EM]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer in Belgien die Provinz Ostflandern bereist, sollte unbedingt auch deren Hauptstadt Gent besuchen. Und das nicht, weil hier in der vergangenen Woche die Leichtathletik-Senioren Europas ihre Meister unterm Hallendach ermittelten. Die Stadt, so schreibt der renommierte Reiseführer Lonely Planet, zählt mit seinen herrlichen Baudenkmälern aus Gotik und Barock zu den meist unterschätzten Städten Europas. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer in Belgien die Provinz Ostflandern bereist, sollte unbedingt auch deren Hauptstadt Gent besuchen. Und das nicht, weil hier in der vergangenen Woche die Leichtathletik-Senioren Europas ihre Meister unterm Hallendach ermittelten. Die Stadt, so schreibt der renommierte Reiseführer Lonely Planet, zählt mit seinen herrlichen Baudenkmälern aus Gotik und Barock zu den meist unterschätzten Städten Europas.<span id="more-7432"></span></p>
<p><div id="attachment_7439" class="wp-caption alignleft" style="width: 270px"><a href="http://www.laufszene-thueringen.de/wp-content/uploads/11_semh_5.jpg"><img src="http://www.laufszene-thueringen.de/wp-content/uploads/11_semh_5-260x195.jpg" alt="" title="Gent" width="260" height="195" class="size-medium wp-image-7439" /></a><p class="wp-caption-text">Die Burg Gravensteen im Stadtzentrum bei Nacht</p></div>Und der Reiseführer übertreibt nicht, hier verbindet sich Tradition und Moderne. Die 230.000-Einwohnerstadt wirkt mit ihren über 30.000 Studenten jung und voller Leben, bis weit in die Nacht. Am großzügig angelegten Sportpark „Blaarmeersen“ sehe ich so viele Menschen aus Lust an der Bewegung laufen, wie lange schon nicht mehr. </p>
<p>Die Genter organisieren eine angenehm freundliche Hallen-EM, bei der in den Abläufen anfänglich nicht alles gleich rund läuft, aber immer das Gefühl bleibt, man bemüht sich. Über 3000 Teilnehmer lassen Helfer und Kampfrichter an ihre physischen Grenzen stoßen. Am ersten Tag dauern die Wettkämpfe bis weit nach Mitternacht, um acht Uhr morgens beginnt bereits der neue Wettkampftag. Da muss für die Zukunft über Veränderungen nachgedacht werden. Das überfordert Athleten und Organisatoren gleichermaßen.</p>
<p>Die Zeitpläne der Wettkämpfe können bei geringen Abweichungen eingehalten werden, aber es ist kein Spielraum für Unvorhergesehenes. Bei den Plänen für die Siegerehrungen hat man sich an den letzten (Final-)Tagen verkalkuliert. Die Zeiten pro Ehrung sind zu knapp bemessen, Auswertungen können nicht rechtzeitig geliefert werden.</p>
<div id="attachment_7434" class="wp-caption alignleft" style="width: 571px"><a href="http://www.laufszene-thueringen.de/wp-content/uploads/11_semh_3.jpg"><img src="http://www.laufszene-thueringen.de/wp-content/uploads/11_semh_3-561x280.jpg" alt="" title="Senioren-EM (Halle)" width="561" height="280" class="size-large wp-image-7434" /></a><p class="wp-caption-text">Viele gleichzeitige Wettkämpfe lassen es in der Halle eng werden</p></div>
<p>Wir warten stundenlang auf die Team-Siegerehrung nach dem Crosslauf. Halb Zehn ist Schluss und wir werden auf den nächsten Morgen vertröstet. Die siegreichen Spanier kommen auf dem Weg zum Flughafen extra noch einmal in der Sporthalle vorbei. Und wieder gibt es keine Ergebnisliste für die Ehrung. Wir sind uns einig, das darf nicht passieren und sind enttäuscht.</p>
<p>Die Wettkämpfe stehen auf hohem Niveau. Es wird teilweise (altersbezogen) großer Sport geboten. Jeder Platz ist heiß umkämpft. Auch ohne Siegprämien, Fernsehen und öffentlicher Aufmerksamkeit. Ich weiß am Ende nicht, wie oft ich den Hallensprecher sagen höre: „ a new world record“.</p>
<p>Ich schaue mir die 3000-m-Läufe an. Bei den älteren Frauen wurden am Nachmittag bereits zwei Weltrekorde gelaufen, jetzt spät abends sind die jüngeren Jahrgänge dran. Es wird aufs Tempo gedrückt, kaum taktiert. Der Sieger der M35 läuft 8:26 min. Was für eine Entwicklung denke ich. Als diese Altersklasse vor 6 Jahren (noch inoffiziell) das erste Mal dabei war, konnte ich das Rennen in 9:11 min gewinnen, was heute gerade mal zum 14. Platz gereicht hätte…</p>
<div id="attachment_7435" class="wp-caption alignleft" style="width: 571px"><a href="http://www.laufszene-thueringen.de/wp-content/uploads/11_semh_2.jpg"><img src="http://www.laufszene-thueringen.de/wp-content/uploads/11_semh_2-561x281.jpg" alt="" title="Senioren-EM Crosslauf" width="561" height="281" class="size-large wp-image-7435" /></a><p class="wp-caption-text">Beim Cross Country finden die Läufer beste Bedingungen vor</p></div>
<p>Für die Thüringer Läufer muss ich hier alleine die Kastanien aus dem Feuer holen; und das, wo ich doch seit dem letzten Jahr auch bei den Gehern einen Fuß in die Tür gesetzt habe. Die Doppelausrichtung auf Laufen und Gehen bringt Vor- und Nachteile mit sich. Seither ist das Training abwechslungsreicher, ich bin weniger verletzungsanfällig. Aber dafür fehlt jetzt oftmals der letzte Kick im Lauf. Es ist schwer, in beiden Disziplinen gleichzeitig vorn zu sein.</p>
<p>Diesmal gelingt mir der Spagat noch einmal. Im 5-km-Crosslauf Elfter, kann ich meinen Teil zur bronzenen Teammedaille beitragen. Im Gehen werde ich zweimal Dritter (3000 m BG, 5 km Straße), außerdem gewinnen wir die Teamwertung. Beim Gehen ist die Leistungsdichte nicht so groß wie beim Laufen. Auch habe ich das Glück des Tüchtigen auf meiner Seite. Mein 45. Lebensjahr ist erst im Sommer vollendet, ich starte in der M40. Bei den 45-jährigen hätte es für eine Einzelmedaille nicht gereicht.</p>
<div id="attachment_7436" class="wp-caption alignleft" style="width: 571px"><a href="http://www.laufszene-thueringen.de/wp-content/uploads/11_semh_4.jpg"><img src="http://www.laufszene-thueringen.de/wp-content/uploads/11_semh_4-561x280.jpg" alt="" title="Senioren-EM Gehen" width="561" height="280" class="size-large wp-image-7436" /></a><p class="wp-caption-text">Straßengehen gehört als Außenwettbewerb auch zum EM-Programm</p></div>
<p>Schnell vergehen die Tage in Gent. Es ist anstrengend und es ist schön. Ein Leichtathletikfest der europäischen Sportfamilie mit viel Freude und Spaß. Und mit tollen Leistungen. Auf Wiedersehen zur nächsten Hallen-EM 2013 in San Sebastian.</p>
<p> <a href="http://77.241.93.226/meeting/en/2011003">Ergebnisse</a></p>
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		<title>Brocken-Challenge: Zwei Ellricher über Schnee zum Gipfel</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Feb 2011 19:21:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian Kurch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erlebnisberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Brocken-Challenge]]></category>
		<category><![CDATA[features]]></category>
		<category><![CDATA[Mario Pelzel]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8222;Von der Gewalt die alle Wesen bindet, befreit der Mensch sich, der sich überwindet!&#8220; Mit diesem berühmten Ausspruch Johann Wolfgang von Goethes im Hinterkopf wagten sich am Samstag, dem 12. Februar die beiden Ellricher Ausdauersportler Mario Pelzel und Sebastian Kurch an eine der größeren Herausforderungen im Ausdauersport &#8211; die Brocken-Challenge. Dabei handelt es sich um [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8222;Von der Gewalt die alle Wesen bindet, befreit der Mensch sich, der sich überwindet!&#8220; Mit diesem berühmten Ausspruch Johann Wolfgang von Goethes im Hinterkopf wagten sich am Samstag, dem 12. Februar die beiden Ellricher Ausdauersportler Mario Pelzel und Sebastian Kurch an eine der größeren Herausforderungen im Ausdauersport &#8211; die Brocken-Challenge.<span id="more-7225"></span></p>
<div id="attachment_7228" class="wp-caption aligncenter" style="width: 571px"><a href="http://www.laufszene-thueringen.de/wp-content/uploads/brocken-challenge_2011_1.jpg"><img src="http://www.laufszene-thueringen.de/wp-content/uploads/brocken-challenge_2011_1-561x228.jpg" alt="" title="Mario Pelzel allein auf den schneebedeckten Waldwegen vor Lausebuche" width="561" height="228" class="size-large wp-image-7228" /></a><p class="wp-caption-text">Mario Pelzel allein auf den schneebedeckten Waldwegen vor Lausebuche</p></div>
<p>Dabei handelt es sich um einen Ultramarathon über 82 Kilometer und 2.200 Höhenmeter von Göttingen bis auf den Brockengipfel. Der Lauf auf den höchsten Berg Norddeutschlands fand in diesem Jahr bereits zum achten Mal statt und zog über 150 Extremsportler magnetisch an. Zudem wusste jeder, dass die Startgebühr vollständig für wohltätige Zwecke gespendet wurde. Begünstigte sind das Hospiz an der Lutter, der Kinderschutzbund, der sozialpädagogische Volleyball-Club &#8222;Come Together&#8220; und ein soziales Projekt der Tuspo Weende.</p>
<p>Nach dem Start um 6 Uhr im Göttinger Hainholz passierte das Feld noch geschlossen den mit Fackeln ausgeleuchteten Weg durch Forstflächen und kleinere Ortschaften, bis ein traumhafter Sonnenaufgang oberhalb des Seeburger Sees bestaunt werden konnte. Petrus hatte es scheinbar gut gemeint. Nach den regnerischen Vortagen blieb der Himmel wolkenfrei, nur die starken und eisigen Winde machten den Sportlern und den freiwilligen Helfern zu schaffen.</p>
<p>Die fleißigen Helfer hatten am Seeburger See den ersten Verpflegungsstand aufgebaut, der einigen Sportlern als willkommener Frühstücksstand entgegenkam. Von Seeburg führte die Strecke weiter über Wanderwege und Hügel bis zur Rhumequelle in Rhumspringe. Mit einem Blick auf die sprudelnde Quelle konnte bei einem warmen Tee und etwas Schokolade eine kurze Pause eingelegt werden, bevor es bis nach Barbis weiterging.</p>
<p><div id="attachment_7227" class="wp-caption alignleft" style="width: 204px"><a href="http://www.laufszene-thueringen.de/wp-content/uploads/brocken-challenge_2011_2.jpg"><img src="http://www.laufszene-thueringen.de/wp-content/uploads/brocken-challenge_2011_2-194x260.jpg" alt="" title="Sebastian Kurch (links) und Mario Pelzel bei Kilometer 42 in Barbis" width="194" height="260" class="size-medium wp-image-7227" /></a><p class="wp-caption-text">Sebastian Kurch (links) und Mario Pelzel bei Kilometer 42 in Barbis</p></div>In Barbis waren 42 Kilometer, eigentlich selbst eine Marathonstrecke, überwunden, aber hier ging der Ultramarathon erst wirklich los: Bergauf in den Harz. Meilenweit ging es nun nur noch bergauf und das Läuferfeld riss zusehends auseinander. Auch die beiden Ellricher mussten hier der enormen Anstrengung Tribut zollen und trennten sich voneinander. So kämpften sich beide in ihrem individuellen Tempo den mystischen Berg hinauf.</p>
<p>Als endlich die Lausebuche nach 61 Kilometern erreicht war, wussten die beiden aber: Wir schaffen das! Nach einer 5-Sterne-Verpflegung ging es auf wunderschönen, aber leider teilweise aalglatten und verschneiten Wanderwegen nach Königskrug. Der Weg schlang sich nun entlang der Achtermannloipe bis nach Oderbrück. Von hier aus sind es nur noch 8 Kilometer bis zum Gipfel, das motivierte auch die Ellricher, die im vorderen Feld lagen. Mit frohem Mut und der dampfenden Brockenbahn im Blick ging es über den Goetheweg dem Ziel entgegen.</p>
<p>Mario Pelzel, Bergläufer aus dem nordthüringischen Gudersleben, erreichte das Ziel nach insgesamt 9:24 Stunden. Sebastian Kurch jubelte nach 9 Stunden und 47 Minuten im Ziel. Das Unglaubliche geschafft und dazu noch im vorderen Feld &#8211; das macht stolz und glücklich.</p>
<p>Platzierungen? Gibt es bei diesem Lauf nicht &#8211; jeder Finisher ist ein Sieger. Egal ob nach weniger als 7,5 Stunden (erster Finisher) oder nach 14 Stunden (Zielschluss). Gerade die Sportler, die nach 11 Stunden noch unterwegs waren, mussten mit einem aufkommenden Schneesturm kämpfen, daher ist auch deren Leistung hoch einzuschätzen!</p>
<p>Nicht wenige Läufer gingen an jenem Tag an ihre Grenzen und einige sogar darüber hinaus. Insgesamt waren alle Sportler &#8211; auch jene, die auf der Strecke aufgeben mussten &#8211; zufrieden mit dem Lauf und der guten Organisation, auch wenn es diesmal keinen Shuttle-Dienst vom Brocken nach Schierke gab und die Sportler den Abstieg zu Fuß überwinden mussten. Aber: &#8222;Nur der Mensch der sich überwindet befreit sich von der Macht, die ihn bindet!&#8220;</p>
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		<title>Widdersteinlauf: Matsch, Geröll und 1000 Höhenmeter</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Aug 2010 19:48:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank Thomas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erlebnisberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Berglauf]]></category>
		<category><![CDATA[Frank Thomas]]></category>
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		<description><![CDATA[Sommerpause in der Thüringer Laufszene: Während der Ferien finden nur einige wenige Volksläufe im Freistaat statt. Viele Läufer sind im Urlaub oder gönnen sich nach den Frühjahrsläufen eine Wettkampfpause. Doch nicht alle legen in den Urlaubswochen nur die Beine hoch. Einige suchen auch am Urlaubsort nach läuferischen Herausforderungen. Auch unser Autor Frank Thomas hat während [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sommerpause in der Thüringer Laufszene: Während der Ferien finden nur einige wenige Volksläufe im Freistaat statt. Viele Läufer sind im Urlaub oder gönnen sich nach den Frühjahrsläufen eine Wettkampfpause. Doch nicht alle legen in den Urlaubswochen nur die Beine hoch. Einige suchen auch am Urlaubsort nach läuferischen Herausforderungen. Auch unser Autor <em>Frank Thomas</em> hat während seines Urlaubs in Österreich die Laufschuhe geschnürt und dort einen anspruchsvollen Berglauf absolviert. Wie er diese alpine Laufherausforderung gemeistert hat und wie gut ihn seine Läufe im Thüringer Wald darauf vorbereitet haben, schildert er in seinem Erlebnisbericht.<span id="more-5985"></span></p>
<p>Der 10. Widdersteinlauf in Österreich im idyllischen Bergort Baad bei Mittelberg fand am 25. Juli 2010 statt. Der Veranstalter, das TRI-Team Kleinwalsertal, bot einen 15-km-Rundkurs um den Widderstein an, bei dem fast 1000 Höhenmeter bewältigt werden mussten. Insgesamt starteten 151 Teilnehmer, davon 22 Frauen und 129 Männer aus 4 Ländern. Um 9 Uhr fiel der Startschuss. </p>
<p>Die meisten begannen den Lauf sehr schnell, was für mich wegen der bevorstehenden Höhenmeter sehr überraschend war. Zunächst ging es etwa 2 Kilometer bergab, Richtung Mittelberg. Dort folgte der erste Anstieg &#8211; eine Steigung, wie ich sie von Thüringer Wettkämpfen gewohnt war. Ab Kilometer 4 ging es dann richtig zur Sache: Die Läufer sah man in Serpentinen wie auf einer Perlenschnur gefädelt den Berg hinauflaufen oder -gehen. </p>
<p>Der Weg war sehr schmal, steinig und rutschig. Ich versuchte immer wieder zu laufen was mir mehr oder weniger gelang. Ein Bergbach fiel neben der Strecke ins Tal, was auf mich sehr imposant wirkte. Dann lief Wasser sogar an der Laufstrecke entlang. Ich versuchte auszuweichen, um keine nassen Füße zu bekommen. Mit viel Glück gelang mir das auch. Nachdem wir dann aber einen Bergbach durchqueren mussten, war meine Aktion &#8222;Füße trocken halten&#8220; letztlich doch vergebens. Die Laufschuhe waren voll mit kaltem Bergwasser.</p>
<p>Immer noch ging es bergauf. Bei Kilometer 6 schaute ich auf die Uhr: Da stand &#8222;44 Minuten&#8220;. Mein Ziel, etwa 1:30 Stunden zu laufen war damit nicht zu schaffen, denn es ging immer weiter bergauf. Bei Kilometer 7 lag meine Zeit schon bei 1:04 Stunden. </p>
<p>Dann war der höchste Punkt auf 2015 Metern Höhe erreicht. Hier lagen die Temperaturen bei etwa 3 Grad über Null. In meinen kurzen Laufsachen fror ich deshalb etwas. Doch die Entscheidung, in Kurz zu laufen war nicht falsch: Man lief sich eben warm.</p>
<p><div id="attachment_5997" class="wp-caption alignleft" style="width: 270px"><a href="http://www.laufszene-thueringen.de/wp-content/uploads/widdersteinlauf_2010_2.jpg"><img src="http://www.laufszene-thueringen.de/wp-content/uploads/widdersteinlauf_2010_2-260x195.jpg" alt="" title="Frank Thomas kurz vorm Start" width="260" height="195" class="size-medium wp-image-5997" /></a><p class="wp-caption-text">Frank Thomas kurz vorm Start</p></div><div id="attachment_5998" class="wp-caption alignright" style="width: 270px"><a href="http://www.laufszene-thueringen.de/wp-content/uploads/widdersteinlauf_2010_1.jpg"><img src="http://www.laufszene-thueringen.de/wp-content/uploads/widdersteinlauf_2010_1-260x195.jpg" alt="" title="Der Widderstein" width="260" height="195" class="size-medium wp-image-5998" /></a><p class="wp-caption-text">Der Widderstein</p></div></p>
<p>Nun ging es endlich bergab &#8211; aber nicht, wie ich mir das vorgestellt hatte. Die Wege waren voller Matsch. Es ging teilweise über Wiesen, die sehr nass waren. Man rutschte schnell aus. Die Laufschuhe und die Waden  waren voller Matsch. Auf dem Weg und den Wiesen lagen Steine, was ein schnelles Laufen für mich unmöglich machte. Immer wieder mussten Bäche durchquert werden, wo die Laufschuhe wieder sauber wurden &#8211; verrückt! Dann ein langer, steiler, steiniger Abstieg &#8211; wieder war schnelles Laufen nicht möglich. Einige Läufer überholten mich, die ins Tal wortwörtlich hinunterflogen. Ich bewunderte sie für ihr hohes Tempo.</p>
<p>Steine, rutschige Felsen, Matsch und Bäche begleiteten die Läufer bis Kilometer 13. Nun endlich kam für die letzten 2 Kilometer ein richtiger guter Laufweg, auf dem man das Tempo erhöhen konnte. Nach 1:52:20 Stunden kam ich als 71. noch vor der ersten Frau überglücklich ins Ziel. </p>
<p>Mein Resümee zum Widdersteinlauf: Ein sehr anspruchvoller Berglauf, bei dem teilweise mehr Bergsteiger- denn Lauftalent gefragt ist. Dieser Lauf ist in keiner Weise mit unserer Thüringer Wettkämpfen zu vergleichen. Man benötigt mehr Kraft in den Oberschenkeln, um die langen Anstiege zu bewältigen. Ich kann jedem, der eine echte Herausforderung sucht diesen Lauf nur empfehlen.  </p>
<h4>Siegerliste</h4>
<p>Männer<br />
1. Urs Jenzer (Lauftreff Bircher/Schweiz) 1:17:18<br />
2. Sepp Neuhause (Tri-Team Kleinwalsertal/Österreich) 1:20:39<br />
3. Florian Endress (SC Gunzesried/Deutschland) 1:20:48</p>
<p>Frauen:<br />
1. Simone Philipp (TV Jahn Kempten/Deutschland) 1:53:11<br />
2. Gwendolin Iglodan (Vertical Feeling/Deutschland) 1:53:31<br />
3. Kathrin Siebenrok (TSV Talheim/Deutschland) 1:53:38</p>
<p><a href="http://www.widdersteinlauf.de/">Ergebnisliste</a></p>
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		<title>Rennsteig-Supermarathon: Wird es das verflixte 7. Mal?</title>
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		<pubDate>Mon, 10 May 2010 18:51:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Torsten Hentsch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erlebnisberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Claudia Herrmann]]></category>
		<category><![CDATA[Claus Ubl]]></category>
		<category><![CDATA[Jörg Kupfer]]></category>
		<category><![CDATA[Rennsteiglauf]]></category>
		<category><![CDATA[Roland Winkler]]></category>
		<category><![CDATA[Torsten Hentsch]]></category>
		<category><![CDATA[Ultramarathon]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit sechs Jahren ist für mich klar: Mitte Mai läufst du den Supermarathon beim Rennsteiglauf. Bei allen vorangegangenen Starts konnte ich immer eine Zielzeit von unter acht Stunden erreichen. Dies sollte auch dieses Jahr das Mindestziel für mich sein. Wenn alles gut lief wollte ich unter 7:30 h bleiben. Der vergangene Winter war für Läufer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit sechs Jahren ist für mich klar: Mitte Mai läufst du den Supermarathon beim Rennsteiglauf. Bei allen vorangegangenen Starts konnte ich immer eine Zielzeit von unter acht Stunden erreichen. Dies sollte auch dieses Jahr das Mindestziel für mich sein. Wenn alles gut lief wollte ich unter 7:30 h bleiben.<span id="more-5427"></span></p>
<p>Der vergangene Winter war für Läufer eine nicht ganz einfache Zeit: Lange Wochen waren Waldwege vereist und kaum vernünftig zu belaufen. Deshalb wich ich auf geräumte Waldstraßen wie das Eisenberger Mühltal aus. Dort war meist gut geräumt und gefahrlos zu laufen.</p>
<p>Das Winterwetter bewegte mich sicherlich auch zu Vorbereitungswettkämpfen in eher wärme Gefilde. Da kam vor dem Rennsteig für mich dieses Jahr schon einige Kilometer zusammen. So sammelte ich beim Untertagemarathon in Merkers, dem EcoTrail in Paris und dem Marathon Deutsche Weinstraße tolle Erlebnisse. Mit den vielen Kilometern in den Beinen fühlte ich mich gut vorbereitet für den Rennsteig.</p>
<p>Am Abend vorher fuhr ich mit dem Zug nach Eisenach. Dort angekommen gab es nach dem Empfang der Startunterlagen wieder das traditionelle Gulasch mit Klößen. Dieses Mal hatten die Organisatoren ein größeres Zelt auf dem Markt aufstellen lassen. Die Anmeldezahlen waren ja die letzten Jahre deutlich nach oben gegangen. Da war es teilweise in dem kleinen Zelt oberhalb vom Markt doch recht eng. Dieses Jahr fand ich problemlos einen Platz und bekam recht zügig mein Essen. Dies war ein echter Fortschritt. Anschließend machte ich mich auf den Weg zum Elisabeth-Gymnasium. Wie alle Jahre vorher bezog ich mein Quartier in einem Klassenraum. Ein Bier und ein Schwatz mit alten Freunden rundeten den Abend ab.</p>
<p>Gut ausgeschlafen pellte ich mich kurz nach 4 Uhr aus meinem Schlafsack. Frühstück hatte ich mir selbst mitgebracht. Nach Katzenwäsche ging ich frohgelaunt mit Rucksack Richtung Markt. Auf dem Markt herrschte schon ein Gewusel wie jedes Jahr. Am Morgen war es doch recht frisch in Eisenach. Ich überlegt kurz, ob ich meine Laufjacke mit auf die Strecke nehmen sollte. Ich entschloss mich dann aber doch in kurzen Sachen auf die Strecke zu gehen und die Jacke mit dem Rucksack gen Schmiedefeld zu schicken. Schnell hatte ich den Rucksack auf dem LKW abgegeben. </p>
<p>Kurz vor dem Start erblickte ich noch meinen alten Lauffreund Jörg Kupfer. Ich drängelte mich zu ihm vor um ihn zu begrüßen. Dadurch stand ich plötzlich nur knapp 15 Meter vor der Startlinie. Ein Zurück gab es nicht. So starte ich ziemlich weit vorn für mich. </p>
<p>Nach dem Startschuss ging es gleich recht zügig gen Burschenschaftsdenkmal. Durch die Anstiege wurde man gleich warm. Meine Laufjacke vermisste ich auf der ganzen Strecke nicht. Der fehlende Wind sorgte dafür, dass einem die frischen Temperaturen wärmer vorkamen. </p>
<p>Nach dem Burschenschaftsdenkmal schaute ich ängstlich nach links. Dort befindet sich eine Pferdekoppel. Aus dieser waren im letzten Jahr einige Pferde ausgebrochen und mit den Läufern gemeinsam bis zur Hohen Sonne gelaufen. Dies war nicht ganz ungefährlich. Dieses Jahr erblickten wir keine Pferde und konnten die Aufstiege bis zur Hohen Sonne meistern.</p>
<p>Bis zur Hohen Sonne überholte ich Roland Winkler. Er konnte 1976 den langen Kanten gewinnen. Das wünsche ich mir auch, dass ich solange fit bleibe wie er. Wir schwatzen kurz bis ich ihn hinter mir ließ. An der ersten Verpflegung ging es wie jedes Jahr recht hektisch zu. Dies ändert sich erfahrungsgemäß an den späteren Verpflegungen. Bei mir lief es recht gut. Der Inselsberg konnte kommen.</p>
<p>Auf dem Weg zum Inselsberg holte ich Claudia Herrmann ein. Wir liefen einige Kilometer zusammen. Durch die Unterhaltung verlief auch die Strecke recht zügig. Der Veranstalter hatte für dieses Jahr versprochen, dass es mehr Zwischenzeitnahmen geben sollte. Eine erste Matte lag an der Glasbachwiese. Damit war auch die erste Etappe für mich vorbei. Am Dreiherrenstein riefen uns die Helfer zu, dass es nur 3 Grad Celsius warm sei. Mir kam es vor wie 20°C. </p>
<p>Es lief bisher sehr gut. Zu gut? War ich eventuell zu schnell? Jetzt kamen die steilen Anstiege zum Inselsberg. Wir ließen es locker angehen und gingen in den Gehschritt über. Die Strecke ist dort noch lang und seine Körner kann man später noch gut gebrauchen. Nach ca. 2½ Stunden waren wir auf dem Inselsberg. Die Zuschauer froren doch ziemlich auf dem kühlen Berg. Ein wenig Schnee konnte man unter einer umgebrochenen Fichte noch sehen. </p>
<p>Wir mussten uns auf den steilen Abstieg zur Grenzwiese konzentrieren. An der Verpflegung Grenzwiese genoss ich erst einmal einen großen Becher Haferschleim. Vielen bereitet der Begriff Haferschleim sicher ein wenig Unbehagen. Allen, die es noch nicht probiert haben, kann ich nur dazu raten, es zu probieren. So schleimig ist er gar nicht. Er geht gut runter, bringt neue Kräfte und schont den Magen. Die Verpflegungsstellen werden von den örtlichen Vereinen betrieben. Jeder Verein hat sein eigenes Rezept für den Haferschleim. So schmeckt er an jeder Verpflegung anders und Langeweile kommt dabei nicht auf. Mir persönlich schmeckt der Schleim an der Ebertswiese am besten.</p>
<p>Nach der Grenzwiese ließ mich Claudia ziehen. Kurze Zeit später traf ich einen weiteren alten Bekannten, Claus Ubl. Ich wunderte mich, dass er &#8211; für seine Verhältnisse &#8211; so weit hinten im Feld lief. Er hatte sich beim Training den Fuß verknackst und konnte ein paar Wochen kaum trainieren. Deshalb ging er es locker an. Er sollte für die nächsten Kilometer mein Tempomacher sein. So flogen Heuberghaus, Ebertswiese und Neue Ausspanne nur so vorbei. Es lief einfach super. &#8222;Hoffentlich geht das gut&#8220;, dachte ich mir. </p>
<p>An den Neuhöfer Wiesen musste ich auf Grund eines menschlichen Bedürfnisses Claus ziehen lassen. Auch Claudia hatte mich dadurch wieder überholt. Es sollte auf den kommenden Kilometern allerdings immer noch sehr gut für mich laufen. Ich konnte an Steigungen dieses Jahr laufen, an denen ich mich sonst nur gequält hatte. Auch Claudia war zufrieden mit dem Lauf, als ich sie überholte. Schon kam das Biathlonstadion am Grenzadler in Sicht. Hier kann man aus dem Rennen austeigen und kommt trotzdem ins Ergebnisheft. Diese Möglichkeit nutzen aber nur wenige. Ich verschwendete keinen Gedanken daran.</p>
<p>Nach dem Grenzadler war für mich sonst der Tiefpunkt erreicht. Die kleinen Steigungen Richtung Rondell nötigten mich immer in den Gehschritt. Dieses Jahr war Laufen angesagt. Schnell erreichte ich die Verpflegungsstelle Suhler Ausspanne. Dort begegnete ich kurz Claus wieder. Er wollte aber nicht mit mir ziehen. Von dort ist es nur noch ein knapper Kilometer bis zum Beerberg und der höchsten Stelle des Laufes. Man sollte sich aber nicht täuschen lassen. Ein paar kleine Anstiege zur Schmücke und zur Verpflegung Kreuzwege kommen noch. Auf dem Streckenprofil kann man dies nicht erkennen.</p>
<p>Ich machte weiter Boden gut. Auf den letzten Kilometern konnte ich doch einige Läufer überholen. Meine Quälerei im Winter machte sich jetzt bemerkbar. Es lohnt sich also doch für mich auch ein paar Trainingseinheiten über 40 Kilometer zu absolvieren. Sonst lief ich im Winter maximal gute 30 Kilometer lange Trainingsstecken.</p>
<p>Meine liebe Frau jubelte mir in der Zielgasse schon zu. Sie hatte den Halbmarathon unter die Sohlen genommen. Nach knapp 7 Stunden und 23 Minuten kam ich super glücklich und relativ locker ins Ziel. Fünf bzw. sieben Minuten später kamen Claudia und Claus ins Ziel. Beide waren ebenso glücklich den Lauf so gut überstanden zu haben. Wie ich später erfuhr belegte Claudia in der Frauenhauptklasse den dritten Platz. Ich freue mich riesig für sie.</p>
<p>Eine kleine Kritik muss ich allerdings noch los werden. Durch die steigenden Teilnehmerzahlen stoßen mittlerweile die Duschen an ihre Kapazitätsgrenze. Dort sollte der Veranstalter im nächsten Jahr nachbessern.</p>
<p>Mittlerweile bin ich schon wieder für 2011 angemeldet. Für welche Strecke?</p>
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		<title>Harzquerung: Bei strahlender Sonne über die Berge</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Apr 2010 07:04:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank Baumbach</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Cornelia Heinze]]></category>
		<category><![CDATA[Dagmar Wucherpfennig]]></category>
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		<category><![CDATA[Frank Baumbach]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Harzquerung gilt als einer der schönsten Ultramarathonläufe in Deutschland. In diesem Jahr liefen 329 Läufer die 51 km lange Strecke von Wernigerode nach Nordhausen. Bedingt durch den nur zweiwöchigen Abstand zum Rennsteiglauf waren es auf der Hauptstrecke jedoch rund 70 Läufer weniger als im vergangenen Jahr. Hinzu kamen 73 Läufer auf den beiden kurzen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Harzquerung gilt als einer der schönsten Ultramarathonläufe in Deutschland. In diesem Jahr liefen 329 Läufer die 51 km lange Strecke von Wernigerode nach Nordhausen. Bedingt durch den nur zweiwöchigen Abstand zum Rennsteiglauf waren es auf der Hauptstrecke jedoch rund 70 Läufer weniger als im vergangenen Jahr. Hinzu kamen 73 Läufer auf den beiden kurzen Strecken von 25 km und 28 km.<span id="more-5257"></span></p>
<p>Bei den Frauen siegte auf der Hauptstrecke Dr. Cornelia Heinze aus Schenefeld. Nach ihrem dritten Platz beim Kyffhäuser-Marathon ist sie damit auf gutem Weg auch beim Supermarathon auf dem Rennsteig ganz vorn mitzulaufen. Sie hatte mit ihrer Zeit von 4:34:38 h mehr als eine Viertelstunde Vorsprung vor der Zweitplatzierten. Diesen Platz belegte wie im Vorjahr Dagmar Wucherpfennig. Dritte wurde Katrin Streeß aus Göttingen. </p>
<p><a href="http://www.laufszene-thueringen.de/wp-content/uploads/harzquerung_2010_feature.jpg"><img src="http://www.laufszene-thueringen.de/wp-content/uploads/harzquerung_2010_feature-561x228.jpg" alt="" title="harzquerung_2010_feature" width="561" height="228" class="aligncenter size-large wp-image-5270" /></a></p>
<p>Sieger bei den Männern wurde Frank Dietrich vom MT Melsungen in 3:38:34 h vor Stephan Aris aus Kleinmachnow und Peter Kaminsky von der LG Emsdetten. Platz 30 belegte Frank Baumbach, der nach dem <a href="http://www.laufszene-thueringen.de/erlebnisberichte/2010/kyffhauser-berglauf-trainingsmarathon-fur-den-rennsteig">Kyffhäuser-Marathon</a> auch die Harzquerung als Training für den Supermarathon beim Rennsteiglauf nutzte. Für Laufszene Thüringen berichtet er wieder von seinen Eindrücken: </p>
<p>Da der Freitag frei war, gönnte ich mir den Luxus und reiste schon gegen 17 Uhr pünktlich zur Startnummernausgabe im beschaulichen Wernigerode an. Die Unterlagen waren schnell abgeholt – wie liebevoll und familiär es hier zugeht, merkte ich gleich an dem netten „Kofferanhänger“ mit Stoffbändchen, auf dem per Hand der Zielort und die Startnummer geschrieben wurde. </p>
<p>Der Morgen erwachte mit nur 2°C, aber die Sonne sorgte kurz darauf für behagliche Wärme. 8:30 Uhr war Start und ich konnte es kaum noch erwarten, den Lauf zu beginnen. Nach dem Start zieht der Weg sofort steil nach oben und legt sich erst nach knapp 4 Kilometern und 240 Höhenmetern langsam zurück. </p>
<p>Wunderschöne Singletrails winden sich durch die Wälder, der Boden lässt sich gut laufen. Doch von Anfang an lassen Wurzeln, Steine und kleine Schlammlöcher keinen richtigen Laufrhythmus zu. Hohe Konzentration ist gefragt, um nicht umzuknicken.</p>
<p><a href="http://www.laufszene-thueringen.de/wp-content/uploads/harzquerung_2010_strecke.jpg"><img src="http://www.laufszene-thueringen.de/wp-content/uploads/harzquerung_2010_strecke-561x228.jpg" alt="" title="harzquerung_2010_strecke" width="561" height="228" class="aligncenter size-large wp-image-5271" /></a></p>
<p>Die Natur und damit auch die Strecke ändert sich ständig und oft muss ich einen Blick in die schöne Landschaft riskieren. Kleine Wasserläufe werden über kleinen Holzbrückchen oder auch nur mit einem schmalen Brett passiert. Es ist schwer vorstellbar, wie diese Strecke nach längerem Regen aussieht! Kurze bissige Anstiege wechseln sich ab mit harten Gefällestrecken, die es in sich haben und eigentlich niemals Zeit zum Verschnaufen lassen &#8211; psychisch wie physisch! </p>
<p>Bei Kilometer 11,5 kommt der erste Verpflegungspunkt mit allem, was das Herz begehrt. Leider sind meine Finger so kalt, dass ich nur mit den Zähnen eine kleine Tüte mit den Salzkapseln aufreisen kann. </p>
<p>Im weiteren Verlauf wird es immer wärmer. Es ist ein einziger Genuss zu laufen. Vom Poppenberg war überall im Vorfeld die Rede. Auf knapp 4 Kilometern müssen rund 300 Höhenmeter überwunden werden. Ich kann in einem guten Rhythmus hochlaufen und habe nie das Gefühl, schlapp zu machen. Mein Vorhaben, alle Anstiege zu laufen, halte ich bis zum Ende durch. Das wirklich härteste Stück führt jedoch bergab. Auf 5 Kilometern geht es 350 Höhenmeter über teilweise wirklich schwere Pisten bergab – manchmal kann ich kaum noch bremsen.</p>
<p>Seit dem Poppenberg ist eine Frau vor mir, die ich am Berg immer fast einhole. Bergab läuft sie mir jedoch immer wieder davon. Dann fordert die Strecke uns noch einmal alles ab – die Anstiege sind jetzt sehr schwer zu laufen. Am letzten größeren Anstieg muss die Frau ihrem Tempo etwas Tribut zollen, ich kann an ihr vorbei ziehen und komme kurz vor ihr ins Ziel. Hinterher erfahre ich, dass sie mit 4:34 h die schnellste Frau war. </p>
<p>Im Ziel &#8211; dem altgedienten Albert-Kuntz-Sportpark &#8211; klingt der Lauf bei Erbsensuppe und einem schönen Bierchen aus. Die Harzquerung war ein Traum, weil ich enge verwinkelte Trails mag, man sich bei dem Lauf nie wirklich erholen kann, aber trotzdem immer Spaß hat! </p>
<p>Für mich ist damit die Vorbereitung auf den Supermarathon erfolgreich abgeschlossen und nun ist Regeneration angesagt. Fast jeder, mit dem ich während des Laufs geplaudert hatte, will in 14 Tagen am Rennsteig zum Supermarathon sein. Ich freu mich auf Euch!</p>
<p><a href="http://www.harzquerung.de/erg10.htm">Ergebnisse</a></p>
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		<title>Hohe-Reuth-Lauf: Wunderschön und anspruchsvoll</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Apr 2010 15:01:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Klöpfel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erlebnisberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Angela Klausnitzer]]></category>
		<category><![CDATA[Edith Kowalski]]></category>
		<category><![CDATA[Frank Roßmann]]></category>
		<category><![CDATA[Geraer Laufcup]]></category>
		<category><![CDATA[Gerith Alletsee]]></category>
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		<category><![CDATA[Jan Burzik]]></category>
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		<description><![CDATA[Wunderschön und hart soll er sein; heißt es, wenn die Sprache auf diesen Lauf kommt. Um es vorweg zu nehmen: Ich zähle ihn emotional zu den großen Landschaftsläufen wie den Saaletallauf (Saalfeld&#8211;Jena) oder den Städtelauf (Jena&#8211;Gera), die leider nicht mehr existieren. Als Thüringer Frühjahrsklassiker zur Formüberprüfung vor dem Rennsteiglauf hat er leider seit Jahren große [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wunderschön und hart soll er sein; heißt es, wenn die Sprache auf diesen Lauf kommt. Um es vorweg zu nehmen: Ich zähle ihn emotional zu den großen Landschaftsläufen wie den Saaletallauf  (Saalfeld&ndash;Jena) oder den Städtelauf (Jena&ndash;Gera), die leider nicht mehr existieren. Als Thüringer Frühjahrsklassiker zur Formüberprüfung vor dem Rennsteiglauf hat er leider seit Jahren große Konkurrenz im Kyffhäuser-Berglauf und der Harzquerung.<span id="more-5221"></span></p>
<p>Im Startbereich wuseln die Helfer und die Teilnehmer bereits. Ich ergänze meine Meldung, damit ich eine Ergebnisliste bekommen kann und zahle 8 Euro. Vorstartszenario: Wer ist so da? Tiefstapeln, Scherze und Tipps machen die Runde. Fühle mich pudelwohl in der Lauffamilie. Eine Leistungsgesellschaft, die nicht ausgrenzt. Ich blicke in bekannte Gesichter. Etwa 90 Prozent der Athleten gehören zu den Cracks der Region und kennen sich hier bestens aus. Die Stimmung ist wohltuend; hier weiß jeder, was zu tun ist. Die Organisatoren mahnen zur Vorsicht bei Straßenquerungen und wünschen allen viel Erfolg.</p>
<p>Das Wetter macht gute Laune und als der Startschuss fällt machen sich 60 Aktive mit optimistisch glänzenden Augen auf ihren Weg. Schnell entfernt sich eine kleine Gruppe mit allen Favoriten. Das Feld sortiert sich ein und jeder versucht sein Tempo zu finden. Ich werde von einer großen Läufergruppe überholt und meine musternden Blicke und mein Instinkt raten mir, sie ziehen zu lassen. Relativ schnell entschwinden sie und ich kann nicht widerstehen mal nach hinten zu schauen. Aha, die Meute jagt mich, offensichtlich biete ich vielen Startern ein gutes Tempo und eine Motivation.</p>
<p>Ich werde überholt und frage mich, ob ich langsamer werde. Es geht links vom Weg ab und wie Orientierungsläufer schlängeln wir uns durch Bäume und springen über Wurzeln. Alles ist perfekt mit Sägespänen kenntlich gemacht. DANKE! Schon wieder bergan und noch nicht oben. Auf einem Wanderwegweiser steht Hohe Reuth und zeigt zum Anstieg.  Na klar – sonst wäre es ja wohl kaum die „Hohe“ Reuth.</p>
<p>Ah – Getränke und Energie nachtanken, es ist warm geworden und ich erblicke sie, die ersehnte Namensgeberin. Ist es eine SIE ?  – dabei heißt es doch „der Berg ruft“?. Also doch ein ER?<br />
Egal, nun geht es nur noch bergab, der Wald tut gut, der Weg wird schmaler, Nadelboden, die Schritte federn und ich werde schneller, überhole und plötzlich ist es passiert &#8211; Wahnsinn …es läuft mich…bin schwerelos.. boahhhh, was für ein Feeling. Momente des Glücks. Ich „erwache“, weil es nun auf Wiesen steiler abwärts geht und ich besser aufmerksam bin. Anschließend führt ein Asphaltweg über eine Anhöhe. Nur nicht überziehen. Es ist noch weit bis zum Ziel.</p>
<p>Die Vorsicht zahlt sich aus, denn da ist er, der Mörderanstieg über eine Wiese und steil durch den Wald. Die Muskeln wollen krampfen, Tempo raus, locker bleiben, weiter, Ziel  &#8211; komm bitte, wenigstens geht es abwärts. Dann bin ich angekommen.</p>
<p>Getränke, Bratwürste, Kuchen, Duschen alles da, was jetzt gut tut. Mein Freund Raimund ist schon in Zivil und lacht mich erholt an. Auch er ist zufrieden und erzählt mir, das Jan Burzik, unser beider Favorit, gewonnen hat. Alle scheinen auf ihre Weise glücklich und zufrieden.</p>
<p>Hildegard Zorn erzählt mir aus 32 Jahren Laufgeschichte. In den „besten Jahren“ gab es dreistellige Starterfelder. Auch die Mitstreiter schaffen diesen Aufwand nur, weil die ganze Familie und Freunde helfen. Erhardt, ihr Mann, ist der Streckensucher. Ich lächle und lob ihn in Gedanken. Beeindruckt von der Holzspanmarkierung, die mir so gefallen hat, frage ich und erfahre, dass „Abschnittsbevollmächtigte“ das immer so perfekt hinbekommen. Eins sei noch erwähnt, der Käseschenkenlauf wird auch vom kleinen Team der OTG organisiert. </p>
<p>Siegerliste:</p>
<p><em>Frauen:</em><br />
1. Gerith	Alletsee,	LAV Elstertal, 	2:29:23 h<br />
2. Edith	Kowalski,	Triathlon Gera,	2:33:55 h<br />
3. Angela	Klausnitzer,	?,	                2:36:18 h<br />
4. Susanne	Voigt,	        SV Hermsdorf,	2:40:08 h<br />
5. Barbara	Erler,	        Lusaner SC,	        2:47:28 h<br />
6. Marion	Geißler,	Köstritz,	        2:49:20 h</p>
<p><em>Männer:</em><br />
1. Jan Burzik,              (Laufladen Jena),  1:45:17 h<br />
2. Sebastian Seyfarth,    1. SV Gera,	        1:51:26 h<br />
3. Frank Roßmann,       Pörsdorf,	        1:53:19 h<br />
4. Lutz Sypli,               (Lusaner SC),	1:55:20 h<br />
5. Raimund Klitz,           (HSV Weimar),	2:01:46 h<br />
6. Timm Kühne,            (VfL 28 Ellrich),	2:03:52 h</p>
<p>Streckenrekord:  1:38:53 Std.  Jan Burzik   (2001)</p>
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		<title>Kyffhäuser-Berglauf: Trainingsmarathon für den Rennsteig</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Apr 2010 11:37:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank Baumbach</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erlebnisberichte]]></category>
		<category><![CDATA[features]]></category>
		<category><![CDATA[Frank Baumbach]]></category>
		<category><![CDATA[Kyffhäuser Läufercup]]></category>
		<category><![CDATA[Kyffhäuser-Berglauf]]></category>
		<category><![CDATA[Kyffhäuser-Laufcup]]></category>
		<category><![CDATA[Marathon]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Kyffhäuser-Berglauf gehört zu den Klassikern in Thüringen. Seine Entstehung ist wie bei vielen Läufen in Ostdeutschland eng mit dem Rennsteiglauf verbunden. Die Idee zur Durchführung eines &#8222;Kyffhäuserlaufes&#8220; hatten seine Initiatoren bei der Teilnahme am GutsMuths-Rennsteiglauf im Jahr 1978. Heute nutzen viele Sportler den Kyffhäuser-Berglauf als Vorbereitung auf eben jenen Rennsteiglauf. So auch unser Gastautor [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Kyffhäuser-Berglauf gehört zu den Klassikern in Thüringen. Seine Entstehung ist wie bei vielen Läufen in Ostdeutschland eng mit dem Rennsteiglauf verbunden. Die Idee zur Durchführung eines &#8222;Kyffhäuserlaufes&#8220; hatten seine Initiatoren bei der Teilnahme am GutsMuths-Rennsteiglauf im Jahr 1978. Heute nutzen viele Sportler den Kyffhäuser-Berglauf als Vorbereitung auf eben jenen Rennsteiglauf. So auch unser Gastautor Frank Baumbach, der als Training für den Rennsteig-Supermarathon am Marathon durch das Kyffhäuser-Gebirge teilnahm.<span id="more-5112"></span></p>
<p>Seit der Wende ist der Kyffhäuser-Berglauf-Verein der Veranstalter für die stets hervorragend organisierten Läufe. Bis 2002 war der Hauptlauf 36 Kilometer lang und hatte damit die optimale Länge für einen langen Trainingslauf. Seit dem Jahr 2003 führt der lange Lauf über die Marathondistanz und ab 2005 wurde die 26-km-Strecke durch die Halbmarathondistanz ersetzt. </p>
<p>Diese Standarddistanzen trugen zur wachsenden Popularität des Laufes bei, wenn sie auch nicht die einzigen Strecken sind. Der 14,9-km-Lauf gehört heute zum Salomon-Trailrunningcup, der viele der schönsten Landschaftsläufe in Deutschland umfasst, so auch den Halbmarathon auf dem Rennsteig, den Schneekopflauf und den Hermannslauf. Eine 6-km-Stecke, Kinderläufe, Walking- und Mountainbikewettbewerbe runden das Angebot ab und machen den Kyffhäuser-Berglauf zu einer der größten Laufveranstaltungen Thüringens.</p>
<p>Auch wenn der Lauf in Bad Frankenhausen seine Eigenständigkeit hat, wird er gern als Vorbereitung für den Rennsteiglauf genutzt. Frank Baumbach lief nach dem 6-Stunden-Lauf in Fröttstädt auch den Kyffhäuser Bergmarathon zur Vorbereitung auf den Rennsteig-Supermarathon lief. Hier sein Bericht:</p>
<p>Samstag früh 5:20 Uhr klingelt der Wecker – es fällt schwer aufzustehen. Wir wollen zum Kyffhäuser-Berglauf nach Bad Frankenhausen. Der Marathon fügt sich gut in meine Vorbereitung für den Rennsteiglauf-Supermarathon ein. Meine Lebensgefährtin will die 14,9-km-Strecke des Salomon-Trailrunningcups unter die Füße nehmen.</p>
<p>Nach kapp 2 Stunden sind wir vor Ort. Es ist schon viel los. Die Biker fahren sich warm und 8 Uhr gehen sie in geballter Ladung auf die gleiche Strecke wie die Marathonis. Nachdem im vergangenen Jahr die Strecke sehr weich und schlammig war, gab es diesmal beste Bedingungen – eigentlich war es staubtrocken und mit ca. 8°C bestes Laufwetter.</p>
<p><a href="http://www.laufszene-thueringen.de/wp-content/uploads/kyffhaeuser-berglauf_2010.jpg"><img src="http://www.laufszene-thueringen.de/wp-content/uploads/kyffhaeuser-berglauf_2010.jpg" alt="" title="Kyffhäuser-Berglauf 2010" width="590" height="240" class="aligncenter size-full wp-image-5141" /></a></p>
<p>Um 9 Uhr ist Start und die ersten Kilometer auf Pflaster und später Asphalt sind gut zum Einlaufen. Viele bekannte Läufer sind dabei; wir plaudern über die nächsten Läufe und werden uns fast alle am 8. Mai in Eisenach auf dem Marktplatz zum Rennsteig-Supermarathon wiedersehen.</p>
<p>Langsam aber stetig steigt die Strecke auf den ersten 11 Kilometer an. Nach dem Übergang von Asphalt zu Schotter und Waldweg gebe ich Gas. Den Lauf heute will ich nutzen, um bergauf Rennsteiglauf-Tempo zu laufen. Auf der Geraden und bergab soll’s etwas langsamer werden. Am langen Anstieg zum Kulpenberg gehen schon einige Läufer – dabei ist es hier im Vergleich zu den Anstiegen am Rennsteig noch eher moderat!</p>
<p>So ab km 25 laufe ich im ruhigen Traingstempo dahin und der Puls fällt rasch – kurz darauf fange ich sogar an zu frieren und wünsche mir nun doch einige Grad mehr. Ich spiele mit dem Tempo. Das lange Stück bergab plaudere ich mit einem netten Läufer aus dem Berliner Raum, was mir das ungeliebte Bergablaufen erleichtert. Bergan laufe ich schneller, kurz vor dem Flugplatz nehme ich das Tempo wieder raus, um bis zum höchsten Punkt am Ende des Flugplatzes noch mal zu beschleunigen. Es geht noch gut und ich kann ohne Probleme ein hohes Tempo laufen, bevor ich es die letzten Kilometer bergab wieder ruhiger angehen lasse.</p>
<p>Mein Trainingsziel ist erreicht: Ich konnte die knapp 700 Höhenmeter im meinem geplanten Rennsteigtempo laufen. Das macht Mut für den Rennsteiglauf. Den Lauf ließen wir bei Kaffee und Kuchen im gut gefüllten Festzelt ausklingen. Grund zum Feiern gab es noch, da meine bessere Hälfte den 4. Platz über die 14,9 Kilometer erreichte.</p>
<p>Nach sehr langem Überlegen habe ich mich auch entschlossen, die Harzquerung in 14 Tagen in die Trainingsplanung einzubeziehen. Zu der Kürze der Zeit bis zum Rennsteiglauf gibt es geteilte Meinungen – egal, ich hab mich dafür entschieden!</p>
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